Neda

23. Juni 2009 • Kategorie: Politik • Kommentare: 1
Neda

Seit einigen Tagen kursiert ein Handyvideo in Fernsehen, Zeitungen, Internet, Web 2.0 Plattformen etc., das eine junge Frau zeigt, die von einer Kugel getroffen zu Boden sinkt. Während Passanten versuchen, ihr zu helfen, ist zu sehen, wie ihr Blut aus Mund und Nase läuft und sich ihre Augen nach innen drehen, ehe sie stirbt. Insgesamt dauert es nur etwa 40 Sekunden. 40 Sekunden, in denen ein Leben verschwindet, in Nedas Fall verschwindet jedoch nichts. Der Spiegel bezeichnet sie als “Ikone des Protests“, während der Iran Trauerfeierlichkeiten verbietet und die WELT Neda zur Märtyrerin erklärt.

Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort, die Reaktionen des Irans und die darauf folgende Berichterstattung haben sie jedoch zu etwas anderem gemacht als “bloß eine Passantin, die getötet wurde”: Sie ist das Gesicht der Unruhen, sie ist die, die sterben “musste”, um die Menschen, die nicht im Iran leben, darauf aufmerksam zu machen, dass dort Menschen sterben. Menschen, die versuchen, ihr Land zu einem besseren, zu einem menschlicheren Land zu machen. Menschen, die leben wollen.

Neda ist nicht umsonst gestorben, aber macht es das besser?


  1. [...] habe. Inwiefern das hilfreich sein soll, weiß irgendwie keiner (mit keiner meine ich mich), aber immerhin macht er wieder/noch von sich reden. Ob er noch immer hofft, dass die Wahl wiederholt wird?  Aber wir wissen ja, was im Iran mit Widerständlern geschieht.. [...]