Schwank aus meinem Leben

23. August 2009 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 7
Schwank aus meinem Leben

Gut, ein Schwank aus meinem Leben, was erzähl ich denn da mal .. 11px-Point_de_doute_Zweifel.svg

Gestern entschied ich mich dazu, dass es, nach langer, langer Zeit, mal wieder was Richtiges – sprich: Was Selbstgekochtes – geben sollte. Aufgrund der mir angeborenen Faulheit, von der all die, die mich kennen, ein Lied singen können, hab ich mir natürlich was ausgesucht, was schnell geht und nicht viel Arbeit bedeutet. Spaghetti mit Gemüse und damit das Ganze etwas Pfiff bekommt, war ich tatsächlich so gewagt, eine Peperoni dafür auszuwählen (sicherheitshalber eine kleine, weil: Man kann ja nicht vorsichtig genug sein.). Während meines Lebens bzw. besser gesagt: Während der Zeit meines Lebens, in der ich selbst koche und mich nicht mehr bekochen lasse, habe ich eines gelernt – ich bin zu tollpatschig und unbeholfen, als dass Peperonischneiden unbeschadet an mir vorbeigehen würde. Wagemutig zog ich mir also Wegwerfhandschuhe an – obwohl danach die Hände ganz eklig nach Luftballon-Kondom-Mischung riechen – und schnitt die Peperoni. Natürlich habe ich auch darauf geachtet, danach weder das Messer noch das Brett noch sonst irgendwas mit bloßen Händen anzufassen – sehr gewitzt. Das Essen war göttlich.

Heute ist Sonntag, also hat nichts offen, wo man einkaufen gehen könnte, somit war ich essensmäßig auf das angewiesen, was sich noch in meinem Tiefkühler befand: Eine eklige kleine Pizza, aber der Hunger treibt einen dazu, selbst so ein ekliges, kleines Ding mit Herzchenaugen zu betrachten 15px-Point_d'amour_Liebe.svg Und was tut man mit einer Pizza, nachdem sie fertig ist? Richtig, man schneidet sie, aber, um den vollen Genuss auskosten zu können, muss man natürlich nach dem Schneiden den göttlichen, zerlaufenen, klebrigen, fädenziehenden Käse von des Messers Schneide lecken – tat ich auch. Doof wie ich bin, hatte ich allerdings vergessen, dass ich eben dieses Messer gestern zum Peperonischneiden benutzt hatte und hey, gleichgültig, wie oft man ein Messer danach putzt, säubert, wäscht und abreibt – das Scharfe bleibt trotzdem weiter drauf kleben. Wie eine unsichtbare Todesschicht.

Hatte ich erwähnt, dass ich tollpatschig bin?

Und die Moral von der Geschicht: Messer sind scharf – in jeglicher Hinsicht.


  1. Siehst du, so scharfe Geschichten bringen bestimmt Heerscharen neuer Leser auf deine Seite. Das sind persönliche Dramen und Nahrung, sowas will man haben. Du hättest auch noch das komplette Rezept für die Nudeln mit der Peperoni dazu packen können, dann freuen sich die Leute, die nach Rezepten suchen, wenn sie hier landen, statt bei chefkoch.de oder frag-hannahmuddi.de oder so.

    Und: Immerhin hast du dir die Peperoni trotz Handschuhen nicht in die tränenden oder juckenden Augen gerieben. Wäre ich dein Vater, ich wäre sehr stolz auf dich.

  2. :D Danke, Herr Stiller ; )

  3. ich chack nicht wovor die dünnen handschuhe schützen sollen =P

  4. Aber Sumi … Kondome sind viel dünner und schützen auch :D

  5. Man beachte auch bei der Auswahl von Chili und Peperoni gilt (meist): Je kleiner, desto schärfer. Also Obacht!
    Und: Die Klinge vom Messer vorsichtig(!) mit etwas Spüli abwaschen, dann ist die Klinge auch nicht mehr Chili-scharf! ;)

  6. Wenn Hannah schon Küchenhandschuhe und Kondome in Relation setzt, möchte ich nicht wissen, was sie jetzt nach Arnes Kommentar mit den “je kleiner, desto schärfer” Chilis in ihrem Kopf macht.

  7. @Arne: Ich weeeiß, aber wenn ich ne große Peperoni kaufe, verwend ich die auch komplett xD Und dann sterb ich wirklich! Und ich hab die Klinge mit .. also ich bin grad nicht ganz sicher, ob es Spüli oder Pril oder sonst was is, aber ich hab sie abgewaschen :D

    @Stiller: Nein, das wäre zu einfach. Solche Verbindungen stellt mein Gehirn gar nicht erst her :D