Woooah, es ist früh! Und hey, wo sind all die Leute, die jetzt sowas sagen wollen wie “aber, aber, die Sonne lacht, ein wundervoller neuer Tag hat begonnen” – kommt in 10 Minuten noch mal wieder. In 10 Minuten bin ich stark geneigt diese Worte zu glauben bzw. eventuell werde ich mich sogar dazu hinreißen lassen, sie einmal – kaum hörbar – vor mich hinzumurmeln, aber jetzt gehts noch nicht. Ich bin ein Morgenmuffel. War ich immer. Ich sitze und wagt es ja nicht mich anzusprechen oder zu fragen. Die Sonne lacht nicht, sie hängt erbarmungslos am Himmel und feuert mit kleinen Helligkeits- und Brennstäben auf meine Augen, die eigentlich noch geschlossen sein müssten. Böse Sonne.
Aber nach den ersten 10 Minuten – mit denen ich übrigens gefühlte 10 Minuten meine – bin ich da. Irgendwo in den Tiefen meines Geistes wachen auch die letzten Reste meiner selbst auf (Kaffee beschleunigt den Vorgang :D Sag jetzt kein Wort, Chris) und ich bin da. Nicht, dass ich wüsste, wo ich bin – ich könnte kwasi überall sein – aber: Ich bin wach. Oder so. Auf jeden Fall fängt mein Geist an zu arbeiten und die verdammte (Pardon, ich habe geflucht) To-Do-Liste aufzurollen, die ich doch eigentlich jetzt noch gar nicht sehen will. Man müsste meinen, sie würde kürzer werden, aber wird sie das wirklich? Wird sie das je? Vielleicht ist das der Sinn des Lebens: Die einzelnen Punkte auf To-Do-Listen abhaken, durchstreichen, bis zur Unkenntlichkeit zerstören.
