Ich werde krank. Vielleicht bin ich auch schon krank, weiß nicht so genau. Auf jeden Fall lieg ich nur auf meinem Sofa, das inzwischen bestimmt schon genug von mir hat, weil es mit jeder Stunde ein wenig unbekwemer wird und ich tue .. Ich tue nix. Eigentlich müsste ich was für die Uni machen und noch viel eigentlicher müsste ich sowas von dringend einkaufen gehen, aber .. ich tue nix. Ich habe keinen Kaffee mehr, ich habe kaum noch was im Kühlschrank und wenn ich morgen nicht gehe, werde ich elendig verhungern. Vielleicht erbarmt sich ja jemand und schickt mir jeden Tag einen anderen Lieferservice, der mich mit Essen versorgt, aber .. irgendwie rechne ich nicht damit. Obwohl das wirklich nett wäre. Ich würde demjenigen sogar danken – mit einem Lächeln .. vielleicht. Außer, wenn ich tatsächlich krank werde – dann gibts nichts zu Lächeln und ich werde nur kwengelig und zickig gucken, sobald es an der Tür klingelt. Die beste Lösung wäre wohl, mich mit genug Nahrung und Wasser einzudecken, dass ich einige Tage lang nicht das Haus verlassen muss, aber oh Gott, dieses Sofa. Dieses Sofa lässt das einfach nicht zu. Wie kann es auf einmal so unbekwem sein, obwohl ich mich vor einigen Stunden noch voller Wohlgefühl von einer Seite zur anderen gewälzt habe .. Ich bin jetzt schon kwengelig. Over and Out.
So’n Quark.
Setz Dich in den Zug und komm heim. Laß Dich ein paar Tage bemuttern und wenn es Dir wieder besser geht, kommst Du zu mir und ich mache uns ein Szegediner Gulasch (das zu basteln lerne ich gerade).
Anschließend ist auch noch eine Kurzreise zum Stern-Verlag drin. Und spätestens dann ist Deine Welt auch wieder in Ordnung.