Gute Nachrichten

29. Oktober 2009 • Kategorie: Alltag • Kommentare: 0
Gute Nachrichten

A.)
Ich habe zwei gute Nachrichten. Von der ersten profitiere nur ich. Vorgestern hatte ich von der Unmöglichkeit eines Flugticket-Kaufs berichtet und heute schon gibt es Updates:

1.) Ich habe mir ein Flugticket gekauft.
2.) Ich fliege nicht mit Ryanair, nicht von Frankfurt und nicht nach Venedig, sondern:
3.) Immer noch nach Istanbul. Diesmal aber Condor. (im Moment haben die ein 49€/Flug-Angebot und es sind noch knapp über 85.000 Flüge vorhanden, heute morgen, als ich mir das Billet gekauft habe, war der Ticker bei 101.000, geht also recht schnell). Falls jmd. von euch also von München aus fliegen will, jetzt ist die Chance.

B.)Und zweitens, von zukünftigen Kreditgebern bitte nur mit höchster Vorsicht zu lesen

Vom Typ her bin so der Verdränger. Wenn ich meine Augen zumache, schläft die ganze Welt mit mir, so dieses Prinzip. Und unter uns, ich bin recht glücklich damit, wäre da nicht ein Haken: Wenn es um’s Geld geht, ist Verdrängen nicht gut. Meine größte Angst ist ja der Besuch eines Flipcharts in Begleitung von Peter Zwegat in meinem Zimmer. Geld und ich, wir sind beide sind ja grundsätzlich positiv eingestellt. Und alle Magnetismus-Experten unter euch wissen genau, was das für Folgen hat.
Jahrelang habe ich also mit dem Laster gelebt, mich vom ersten des Monats bis zum ersten des nächsten Monats zu verspekulieren. Da ich aber nie kontrolliert habe, wie mein Kontostand denn aktuell aussieht, habe ich mich zu Wachträumen hinreißen lassen, à la “Diese Woche hast du bestimmt nur 30€ ausgegeben” und umgehend entsprechend dieser Erkenntnis gehandelt. In der Folge kam irgendwann der Punkt, an dem ich den 1. des Monats dafür nutzte, die Schulden aus den letzten Monaten zu bezahlen. Als dann die Studiengebühren dazu kamen, brach das ohnehin schon sehr unschön gebaute Kartenhaus binnen Nanosekunden in sich zusammen.
Ich weiß, dass das nicht nur mir so geht, sondern einem Großteil der Menschen, die mir täglich über den Weg laufen, aber: Da ich es bin, der den Erfolgs-Schlüssel gefunden hat, dachte ich, ich gebe die Information weiter. Es gibt einen ganz einfachen Trick, wie ihr nie wieder ins Minus kommt.

So

Ihr arbeitet einfach auf Rechnung. Und zwar auf Projektbasis! Ich weiß genau, dass man nicht direkt versteht, worum es mir geht, denn kann doch egal sein, ob ich 500€ auf einen Schlag verdiene oder zerstückelt und in kleinen Häppchen. Aber falsch gedacht! Das grundlegende Dilemma ist nämlich, dass ich per se nichts mit meiner Postbank-Internetseite zu tun haben wollte und deswegen habe ich nie nachschauen können, wie tief ich denn aktuell in der Kreide sitze. Es war also ein Selbstschutzmechanismus. Den brechen wir nur handumdrehend auf, denn: Dank Rechnungs-Ausstellungen auf Projektbasis bleibt mir gar nichts anderes mehr übrig, als jeden Tag meinen Kontostand zu checken (da ich mind. 1-2 Projekte in der in der Woche erledige), denn es könnte ja sein, dass der Arbeitgeber es vergessen hat, mich auszubezahlen. Ich bin es also, der hinter Geld her ist und so habe ich auch den vollen Überblick über meine Finanzen. Na, ist das nichts?
Neben einmal stündlichem Mailcheck starte ich nun mit dem neuen Zwang Ritual des allmorgendlichen Kontostand-Checks in den Tag. Gut, ich bin zwar immer noch stark im Minus und gebe immer noch Geld aus, dass ich noch verdienen werde (s. Ticket-Kauf) aber nicht mehr lange. Es sei denn, ich fange an in “Ein neues Projekt kommt bestimmt noch”-Clustern zu denken. Dann wird das hier ganz schnell zu einer Hiobsbotschaft.