Am Dienstag ist es soweit.
Nachdem das Semester vor einigen Monaten begonnen hat, stehen nun die meisten Dinge fest. Ich weiß, in welchen Seminaren ich die wundervolle Chance habe, eine Hausarbeit zu schreiben und somit weiß ich auch, welche es sind, die ich definitiv bestehen werde. Auch die Seminare, deren Scheine ich nur mit einer Klausur bekommen kann, stehen jetzt fest: Also die, bei denen ich vermutlich nicht bestehen werde, aber mein Bestes geben kann. Leider stehen zu guter Letzt auch die Veranstaltungen fest, bei denen ich gezwungen sein werde, ein Referat zu halten. Ein Referat. Nur, um es noch einmal ganz deutlich zu machen: Ein. Referat.
Das Problem ist, dass ich inzwischen, nach zu vielen Jahren Schule und zu wenigen Jahren Universität, einfach weiß, wo meine Stärken bzw. wo meine Schwächen liegen. Referate gehören zu letzterem. Ich kann keine Referate halten. Genau genommen hasse ich es sogar, wenn ich das tun muss. Ich hasse es so sehr, dass ich Seminare lieber abbreche und nach hinten verschiebe, in der Hoffnung, dass sie einige Semester später von einem Dozenten angeboten werden, der eben kein Referat haben will. Aber irgendwie ist “hinten” jetzt erreicht. Ich bin im vorletzten Semester und die Wahrscheinlichkeit, dass das Seminar im nächsten ebenfalls angeboten wird – dann aber ohne Referat – ist verschwindend gering, also muss ich da jetzt durch.