Lichter

18. November 2009 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 12
Lichter

Hell, dunkel, hell, dunkel … Schon verwirrend, wenn man mit geschlossenen Augen im Bett liegt, der Schlaf einen noch mit gierigen Fängen umklammert, sodass man unweigerlich in ein halbschlafiges Dasein hineinrutscht, während es immer wieder zwischen hell, dunkel, hell, dunkel wechselt. Wie ein Stroposkopslicht. Nennt man das so oder heißt das nur in meiner Welt so? Diese flackernden Dingsis, bei denen ich nie den Sinn verstanden habe. Andy Strauß, der Poetry Slammer, auch nicht, aber er weiß immerhin, wie man diese zuckenden Lichtwellen einsetzen muss, um das Publikum auf ein Höchstmaß des Grauens empor zu heben. Mh, die Frage ist jetzt allerdings, wieso ich direkt nach dem Auswachen an Andy Strauß denke. Der Auftritt von ihm damals hat mich aber auch wirklich traumatisiert.

Wie kam ich denn jetzt auf ihn? Achja, achja, das zuckende Lichtchen. Genau, das wars. Also es zuckte also vor .. hinter .. meinen geschlossenen Augenlidern. Ist das vor oder hinter? Ich glaube vor. Davor zuckte es. Und ich dachte mir dann natürlich – sofern man das im halbschlafigen Dasein denken nennen kann – dass ich ja einfach mal meine Augen öffnen könnte. Das war doof, sach ich euch. Ich öffnete meine Augen also – leider genau in einer Hellphase – und wuuusch, da war ich blind. Also natürlich nicht dauerhaft und für immer blind, aber schon so ein paar Minuten. Ich hatte nämlich genau in die verdammte Sonne geguckt, die genau in dieser Sekunde, genau hinter der Wolke da vorkam, um mir genau in die Augen zu leuchten, meine Hornhaut in Flammenaufgehen zu lassen und nur ein schwarzes Blitzen zurückzulassen. Jawoll. Zum Glück für mich und aHeadwork kann ich auch blind tippen, doof nur für euch, weil ich, wenn ich noch nicht richtig wach bin, dazu neige, noch mehr Unsinn zu reden/schreiben, als ich es ohnehin schon tue.
Ob der Artikel schon zu lang ist? Ihr vertragt noch mehr, oder?

Irgendwie seid ihr ohnehin weniger geworden, also schätze ich, kann ich es mir ruhig erlauben, einen etwas verwirrenden Themawechsel einzubauen – die, die ihr das lest: Ihr seid immerhin die, die übrig geblieben sind! Die, die es wagen, noch immer hier zu lesen, obwohl ich rüde das Layout in ein verstümmeltes Memory-Spiel verwandelte, kreativlos irgendwelche Stöckchen dahinklatschte, weil mich die Muse des Bloggens nicht küsste und total langweilig irgendwas über langweiligen Uni Kram erzählte. Ihr seid noch da! Und ihr seid es, die nun einen verwirrenden Themawechsel ertragen, obwohl wir, wenn man es genau nimmt, ja nun schon zwei haben und ich ohnehin vergessen habe, worauf ich hinaus wollte. Ach nein, doch nicht.

Licht. Wir sprachen über Licht. Soweit ist der nächste Punkt überhaupt nicht davon entfernt, denn auch, wenn es diesmal nicht um die mich blendende Sonne geht – ist übrigens gar nicht so toll, wenn man dadurch aufwacht – geht es trotzdem um Licht: Ich habe diese Kugel. Sie hat einen Durchmesser von ca. 20cm (ich kann sowas immer total schlecht schätzen, vielleicht ist sie also auch größer oder kleiner), ist aus goldgelbem, gesprenkeltem Glas und füllbar. Mit füllbar meine ich: Sie hat unten eine kleine Öffnung und da kann man Zeugs reinstopfen. Bevorzugt fülle ich die Kugel mit einer hellen Lichterkette. Die knüll ich dann zusammen, stopf die unten rein, mach die an und habe eine Leuchtkugel *-* Und ich liebe diese Kugel und sie hat den klaren Vorteil, dass ich so ziemlich nie zusätzliches Licht in Form von Lampen etc. brauche.

Als ich gestern nach Hause kam, machte ich als allererstes meine Wohnzimmerlampe an (die ich eigentlich nie anmache), um den Text über Steuerungskonzeptionen in der Policy Forschung zu lesen. Als ich danach den Fernseher einschaltete, um Simpsons zu gucken, machte ich die Lampe aus – der Fernseher bietet genug Licht, da muss man nicht zusätzlich die Glühbööörne verbrauchen. Bei all dem dachte ich mir auch gar nichts, bis Chris dann abends vorbei kam. Da machte ich natürlich den Fernseher aus. *ähem* Wie umschreibe ich nun den Grund dafür. Ist ja auch egal, auf jeden Fall sagte ich: “Oh, heut ist es irgendwie dunkler als sonst.” und überlegte, ob meine Jalousien vielleicht einmal richtig zu waren. Und wisst ihr, was er da sagte? Was er sofort erkannte und mir den ganzen blöden Abend über entgangen war?? Er sagte: “Ja, deine Lichtkugel ist ja auch aus.” ._____.

Meine mir Licht, Wärme und Trost spendende Lichtkugel hatte das Zeitliche gesegnet und mir war es nicht einmal aufgefallen! Ich hatte meine Wohnzimmerlampe angemacht, die ich sonst nie anmache, weil es zu dunkel war. Und trotzdem hab ich nicht gecheckt, dass die Kugel aus ist, bis er es mir sagte. >.<

Was sagt man dazu.


  1. –> ikea, lichterschlange kaufen, kugel wieder an. schnell! :)

  2. There’s a tunnel at the end of the light!

    Übrigens, ich hätte ne Umschreibung, warum du den Fernseher ausgemacht hast, als Chris kam. Du wolltest dich mit ihm unterhalten. Mit ihm sprechen. Reden. Nicht unhöflich sein und trotz seiner Anwesenheit in den Fernseher starren.

  3. @rebhuhn: Wenn ich endlich mal wieder Geld habe, tu ich das :D

    @stiller: oô Ja, das wollte ich doch implizieren. Was dachtest du denn.

  4. Ich dachte, du hättest gerade lichtbedingte Wortfindungsschwierigkeiten, Liebes. :)

  5. :D Sowas habe ich doch niiie! Ich und Wortfindungsschwierigkeiten, pah. Generell lässt sich alles mit “Dingsi” umschreiben :D

  6. die arme lichtkugel stirbt und du merkst es nicht!? =O Du bist der Antichrist!

  7. In dem Fall auch der Antichris, denn der hats gemerkt. :D

  8. stiller, u rock ^^.

  9. stiller antichris ist meine idee also endscheide ich auch wer das ist =P

  10. Antichris war nicht deine Idee, Antichris war dein Rechtschreibfehler, den ich mir kreativ zu eigen machte. :P