Graf von Saint Germain

23. November 2009 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 7
Graf von Saint Germain

Intelligent ist es, die Woche direkt morgens beginnen zu wollen und sich deshalb den Wecker auf 9 Uhr zu stellen. Nicht so intelligent ist es allerdings, wenn man vorher nicht prüft, ob die Lautstärke des beim Wecken angehenden Radios denn auch wirklich ausreichend ist. Heute morgen sollte mich ein leises Flüstern wecken. Hats aber natürlich nicht. Sowas überhör ich schließlich gekonnt. Wenns um Schlaf geht, bin ich ja total fixiert: Je mehr, desto besser. Eventuell war ich kurz wach und dachte mir sowas sinnvolles wie “Radiorauschen erinnert mich an The Ring”, das wars dann aber auch. Zur Strafe hatte ich dann prompt einen Alptraum, an den ich mich jetzt aber nicht mehr erinnere – was vermutlich besser so ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Heute gehts hier um was ganz anderes als meine Schlafgewohnheiten, von denen ihr ohnehin schon viel zu viel wisst. Stattdessen kommen wir nun zu etwas überaus Geheimnisvollem. Sehr mysteriös. Überaus sogar. Aber ich sollte die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben xD

Als ich 13 oder 14 war, las ich ein Buch. Vermutlich nicht nur eins, aber an dieses eine erinnere ich mich noch so gut, als hätte ich es erst gestern gelesen. Es ging um Zeitreisen. Natürlich war es kein Sachbuch, mein kleines Köpfchen hätte sowas vermutlich gar nicht vertragen, nein, es war ein Roman. “Unterwegs nach Atlantis” von Johanna von Koczian. Ein Junge, Rhon, reist in die Vergangenheit und trifft dort auf Marc. Rhons Zeitmaschine ist kaputt und kann nur noch rückwärts reisen, also muss er sie natürlich irgendwie reparieren, stößt dabei allerdings auf ein kleines Hindernis. Intelligent, wie der Knabe ist, überlegt er, welche Person ihm wohl helfen könnte und Marc kommt auf die geniale Idee, Archimedes zu besuchen. Wer könnte schon eher darüber Bescheid wissen als Archimedes. Doof allerdings, dass sie sich in der Zeit vertun und nicht etwa auf Archimedes sondern auf Sokrates treffen. Kurz gesagt: Das Problem ist gelöst, Rhon kann wieder in seine Zeit zurück und man würde ja meinen, dass das ein nettes Ende für ein Buch wäre. Natürlich gab es aber einige Fortsetzungen und genau hier kommen wir zu der geheimnisvollen, mysteriösen Gestalt, die ich seitdem ich von ihr las anhimmel: Der Graf von Saint Germain. Im Buch wird er als Mensch dargestellt, der das Lebenselixier gefunden hat und Metalle in Gold verwandeln kann und letztens dachte ich mir so, dass ich ja mal danach googlen könnte. Nebenbei bemerkt hab ich während dieses Buches auch meine Faszination für Jeanne d’Arc entdeckt, aber das tut ja nichts zur Sache. Ich googlete auf jeden Fall nach dem Buch (konnte mich nämlich nicht mehr an den Namen des Grafen erinnern) und fand heraus: Das Buch ist fast gar nicht bekannt, viel bekannter sind die Serie und der Film. Oô Serie und Film?? Das zerstörte schon ein wenig meine Fantasie, immerhin mag ich Bücher viel lieber als Filme und nun stehe ich vor der Entscheidung: Gucke ich den Film und zerstöre noch mehr oder tue ich so, als wüsst ich von nichts?

Der Graf von Saint Germain ist immer noch ein Mysterium für mich. Es gibt so gut wie keine Aufzeichungen über/von ihm, man weiß nicht so genau, wo/wann er geboren und gestorben ist und er hat – sofern die Aufzeichnungen stimmen, was man ja nie so genau weiß – ein imposantes Leben geführt. Er bespaßte Madame de Pompadour – ihr wisst schon, die Hure des französischen Königs – spielte in Russland eine Rolle bei dem Putsch von Katharina II., war angeblich ein Freimaurer und kannte sogar Casanova.

Meine geheime Hoffnung ist ja, dass irgendein Wissenschaftler über diesen Artikel stolpert und mir aaaalles über den Grafen verrät. Ich weiß gar nicht, wieso der Kerl mich so fasziniert, aber irgendwie komm ich seit 10 Jahren nicht von ihm los. In meiner Universitäts-Bibliothek gibt es nur ein Buch über ihn – generell ist die Bib aber auch wirklich nicht so gut sortiert. Siegen ist halt schon eher belanglos im Vergleich zu anderen Großstädten. Aber jetzt, 10 Jahre später, denke ich mir, dass es nun langsam mal reicht mit dem Anhimmeln aus der Ferne. Jetzt machen wir mal Nägel mit Köpfen (was ist das eigentlich für ein sinnfreier Spruch Oo) und suchen Informationen, jawoll. Und vielleicht entdecke ich ja irgendwo sein Rezept zur Goldherstellung. Schade nur, dass ich überhaupt gar nicht auf Gold stehe.


  1. Vielleicht konnte er auch Silber, war anderen aber nicht interessant genug. o_O

  2. Jetzt stellt euch mal vor, die Nägel hätten keine Köpfe, sondern wären nur dünne Drahtstifte, die vorne und hinten gleich aussehen. So eine einfache Spitze zu treffen dürfte noch komplizierter sein – und sich stattdessen auf den Daumen zu hauen noch wahrscheinlicher. Deshalb ist es besser, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn dann funktioniert die Sache gleich viel besser.

  3. @Melli: Silber mag ich!!

    @Hakan: Hömma, Herr Klugscheißer, es ist völlig egal, ob der Nagel nen Kopf hat oder nicht, weil ich mir nämlich so oder so auf den Daumen hauen werde und zwar nicht nur einmal >.<

  4. Ich auch! (Silber)

  5. nägel mit köpfen heißt, sinnvolle dinge tun/herstellen. weil die ja ohne kopf nicht einzuhämmern sind ;).

    ich weiß leider nix über den herrn, wünsch’ dir aber viel erfolg und ‘nen wissenschaftler voller wissen :)!

  6. sch*iße, seite ohne kommentare noch geladen gehabt, deswegen das gleiche nochmal geschrieben. mea culpa.

  7. hmhm, ich hab vor kurzen auch ein Buch gelesen, in dem der Graf von Saint Germain vorkommt… Rubinrot heisst es, da ist wohl aber so ziemlich alles über den Grafen erfunden, wenn ich mich nicht irre…
    war aber trotzdem interessant zu lesen^^