Also, ich bin ja ein Opfer des Schreibstils. Wenn ich sehe, dass die ersten zwei BUchstaben eines Wortes groß geschrieben sind, dann lese ich raus, dass es der Autor eilig hatte. Wenn ein Buchstabenderher (alt) vorkommt, dann lag es vielleicht an der mangelnden Zeit oder weil man es nicht mehr aushalten konnte und den Artikel endlich veröffentlichen musste (das ist übrigens der Hintergrund für den überwiegenden Großteil meiner Rechtschreibfehler und dafür, dass ich direkt nach “Post anzeigen” auf “Post bearbeiten” klicke). WENN JEMAND GROSS SCHREIBT, DANN SCHREIT ER MICH AN! wenn jemand hingegen nur klein schreibt, dann, .. naja, das hat wohl noch keine tiefere Bedeutung, schließich halten sich ja eigentlich nur Journalisten, Blogger und Büromenschen an solche Formalia. Das alles, das ist irgendwie noch im Rahmen, da kann man sich mit abfinden, denke ich, zumindest muss man sich darüber nicht groß drüber aufregen. Dass “Dass/das,” “seid/seit” nicht in diese Kategorie gehören, das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
Ganz anders hingegen bei Ausdrücken und Fluchereien, das machen so viele falsch, dass es mich richtig fuchsig macht. Hey du Nulpe, man betont kein K, kein C, S, sondern immer noch die Vokale. Es heißt immer noch
“Du AAAAAAAAAAAAAAAAAAAARSCHHLOOOOOOOOOOOOOOOOCH” (wenn man das Loch wirklich in die Länge ziehen will)
und nicht
“Du ARSCCCCCCCCCCCCCHLOOOOOCCCCCCCCCCHHHHHHHHHH”
oder
“Du WICHSER”, das zieht man nicht lang, und wenn doch, dann “Du WICHSEEEEEEEEEEEEEEEER”
aber auf keinen Fall
“DU WICHHHHHHHSSSSSSSSSSSSSSSSSEEEEEEEEEEER”
Kann doch nicht so schwer sein. Ich persönlich übe das immer im Flüsterton. Ich fluche leise vor mich hin und übertrage dann die wirkungsmächtigste Variante auf den Bildschirm. Danach kommen die Argumente.