Das Glockenbachviertel hat seit geraumer Zeit als In-Viertel abgedankt in München. Jetzt stirbt es wohl einen langsamen, dahinsiechenden Tod. Natürlich, noch merkt man nicht wirklich von dem, was ich hier schreibe und man könnte meinen, ich sei dem üblichen Fatalismus verfallen, ein typischer Miesmacher, Griesgram. Bin ich aber nicht. Das ist zwar kein Argument, aber immerhin schon eine Meinung. Und noch verläuft zwar ein Großteil des Barlebens dort ab, langsam aber sicher kristallisiert sich jedoch, dass die Stadt mehr Raum und mehr alternativere Eckchen mit kleinen und angenehmen Bars/Kneipen sucht und auch findet; Stichwort Hauptbahnhof (Café Gap und Café Kosmos), Haidhausen (Rakete usw.), Goetheplatz (Südstadt) und als Wohnraum ziehen viele Studenten und Jugendliche derzeit immer wieder nach Westend. Also: Trendwende.
Wie auch immer. Natürlich hat das Glockenbachviertel auch sehr gute Ecken. Heute begnüge ich mich aber mit einer einzigen Bar: Die X-Cess Bar in der Kolosseumstrasse 2. Über die Bar ist wohl schon viel geschrieben worden bzw. Matthias Eberl hat ein Filmchen über diese Bar gedreht, wdie mit dem “Reporterpreis 2009 – Kategorie Online” ausgezeichnet wurde. Zu sehen ist das ganze hier. Denkt man. Interessant ist jedoch, wenn man sich danach die Originalversion anschaut.
Man kann zu den gestrichenen Aussagen stehen, wie man will. Was mich interessiert ist, wer für die verkürzte Versino zuständig ist; Herr Eberl, der das ganze ohne Obszönitäten eingereicht hat oder die Süddeutsche, die aus etwaiger Angst vor heftig ausfallenden Reaktionen eine “Isi-Light” Version rausgebracht hat? Ich glaube, der Sache muss man auf den Grund gehen. Meine Vermutung ist, dass es die SZ gekürzt hat, denn auf der Seite von Stefan Niggemeier ist die Seite von Eberl direkt verlinkt und “muenchenblogger” spricht bei der SZ von einer “Light”Version. Frage: Warum?