An manchen Tagen gestaltet sich das Aufstehen noch schwieriger, als an anderen Tagen. Heute zum Beispiel. Ich wurde geweckt. Ich finde geweckt werden ist immer so eine Sache. Eigentlich nichts tragisches, aber seien wir mal ehrlich: Wenn man geweckt wird, ist man danach nicht halb so ausgeschlafen, wie wenn man zur gleichen Zeit von alleine aufgewacht wäre, nicht wahr?
Dann ist mein Bett auch noch so ungemein klammernd gewesen. Klammern in Beziehungen ist ja was ganz fürchterbares und mein Bett ist definitiv ein Klammerer. Das pinke Laken ist übrigens – ganz weihnachtlich – einem Bourdeaux-Roten gewichen, fesselt mich jedoch genau wie sein pinker Bruder ans Bett. Das ist nämlich so: Während in meinem Bett wundervoll warme Temperaturen herrschen, die vorallem durch meine geliebte Daunendecke unterstützt werden, ist alles außerhalb eiskalt. Besonders dumm von mir war es, über Nacht das Fenster im Wohnzimmer offen zu lassen. Man würde ja meinen, dass die Kälte es nicht schafft, sich durch den warmen Flur ins warme Schlafzimmer zu schleichen und dann – noch immer eisig – bei mir anzukommen, aber .. sie hat es geschafft. Ich zog also die Decke bis zum Kinn hoch – zum Glück bin ich kleiner als die Decke, sodass meine Füßchen immernoch bedeckt waren – und überlegte, wie ich das Problem lösen könnte, ohne dabei zu erfrieren. Naja, ich sage, ich “überlegte”, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer kann schon 2 Minuten nach dem Erwachen von “überlegen” sprechen? Meine Mama vielleicht, die immer sofort wieder voll da zu sein scheint – ich aber nicht.
Mein Körper hatte sich bereits entschieden, weiterzuschlafen, meine Augen fielen langsam wieder zu und stumpf guckte ich nochmal kurz aus dem Fenster, als ich den SCHNEE sah! Jawoll, es schneite! Aus meinem Wohnzimmerfenster hat man aber eine viel bessere Sicht, also war ich gezwungen, aufzustehen.
Samt Decke bin ich umgezogen, habe den Schnee beobachtet und mich von Scrubs und Malcom Mittendrin unterhalten lassen und jetzt sitze ich noch immer hier. Der Schnee ist allerdings wieder weg. Als wäre er nur eine kleine Vorwarnung auf das gewesen, was da noch kommen wird.
Aber jetzt ist es genug. Kein Faulenzen mehr, obwohl Pro7 mich nach wie vor gut beschäftigt, immerhin kommt gleich erst Charmed und danach Desperate Housewives. Stattdessen werde ich mich jetzt aber dem Skript meines Dozenten widmen. Nachdem ich gestern einen Teil des kommunistischen Manifests las, stehen mir heute Texte von Thomas Luckmann (The Social Construction of Reality), Jürgen Habermas (Theorie des kommunikativen Handelns) und Bruno Latour (Eine Sziologie ohne Objekt? Anmerkungen zur Interobjektivität) bevor. Und nur auf einen der Texte freu ich mich – wer errät, welcher es ist? Na?


Von der Thematik deiner Posts her müsste es eigentlich aBedwork heißen. :D
aber aBedwork klingt dann schon wieder so zweideutig, Herr Stiller :D
ich errate es nicht… allerdings denke ich immer öfter, daß wir uns ganzVielleicht auch ‘in echt’ verstehen könnten ;)!
Es ist der Luckmann-Text gewesen, allerdings nur, weil er auf Englisch war und wissenschaftliche Texte auf Englisch meistens einfacher sind :D
Solang du von mir keine Musikalität erwartest, verstehen wir uns bestimmt :D Aber sobald ich singe, rennst du weg v.v
Ich krieg die Krise – über Nacht das Fenster offen zu lassen. Fang schon mal an, für die Heizkostenabrechnung zu sparen…
@Anita
vielleicht hat sie ja die heizung nachts aus? [so wie ich :)]
Ich hab die Heizung nachts auf 1. Ganz aus mach ich die eigentlich nur im Sommer. Und nach der letzten Heizkostenabrechnung bin ich da noch vorsichtiger, also wird die Heizung nur dann angemacht, wenn ich in Pullover und unter der Decke trotzdem noch friere.
Also, wenns gerade in Siegen genauso schneit wie in hier in Wilnsdorf, dann kannste sogar heute nachmittag den ersten Schnellball formen oder wenigstens daran denken, wenn der dir zu kalt ist :-D
Als ich heute aus der Arbeit kam, stand ich knöcheltief im Schnee.. Wah, hab ich gefroren, als ich auf den Bus wartete! So wie ich mitbekommen habe, soll es das Wochenende über weiter schneien, also wenn ich mich nicht mehr melde, bin ich unter Schnee begraben.
(Die Haustür war auch eingefroren o_O .. Gerade sind’s – 4°C, gefühlte – 10°C und heute Nacht werden’s -11°.)