Das Gejammer will nicht aufhören. Der große Unbekannte: Versteckt hinter Codierungen. HTTP. Die Irrelevanz von Besitz angesichts von Dropbox. Der Bürger hinter Plexiglas der Firma Facebook. Die Brachialgewalt einer bücherfeindlichen Brut Heranwachsender. Das Klischee als Prinzip, die Unmöglichkeit, eine Aktion zu tätigen, die nicht kitschig ist (Kohelet, Vers 9). Aber vielleicht sollte man gerade jetzt rote Rosen verschenken. Der hermeneutische Zirkel. Jetzt als Gewissensbiss.
Im Ernst: Ich lese nur Kotze in den Zwischenzeilen. Keiner dreht mehr Filme, weil alles ja Zitate seien. Tweets verdrängen Bücher. Egal welcher Bereich, einer hat immer Angst. Lesen kann es aber jeder.
Ich frage mich nur, ob jmd. daran gedacht hat, dass mir EIN Tweet komplett ausreichen kann, um mich davon zu überzeugen, mir ein Buch vom Vergrämer (Nachtrag: Das Ä ist Konsequenz, Göthe ftw!) oder von rounders zuzulegen und es dann zu lesen. Diese ganze Nerd-Verteufelung von Facebook, vom Internet, ist die konservative Verhüllung der eigenen Faszination. Ja, wir tauschen Links aus. Einfach weil es witzig ist. Weil sowas gesehen werden muss. Sollte. Nein, muss. Ich dachte, wir wollen Globalisierung? Und ein Tag, den man komplett im Internet verlebt hat, ist nichtsdesto trotz gut. Und wichtig. Nervig manchmal, aber trotzdem gelebt. Kommunikationsforum. Mit neuen Formen der Macht umgehen. Das Telefon ersetzt meinen Körper (reduziert ihn auf den Mund), Skype ersetzt das Telefon, mein Handy ersetzt Skype (ein Wunder, dass man das Handy zuerst erfunden hat), mein Mund ersetzt das Handy und das ist dann ein hermeneutischer Zirkel auf medialer Ebene.