Patentrezept

11. Januar 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 4

Ich wollte mich mal wieder aufregen: Also fing ich an, meine Lesezeichen abzuarbeiten. Ich habe 15 Ordner mit je ca. 20 Links auf Blogs, Nachrichtenseiten, Werbekampagnen usw., das heißt jede Menge Gelegenheit, sich über Banalitäten zu mokieren. Nach ungefähr 15 Minuten surfte ich auf diesen Artikel1, und dank jahrelanger Konditionierung durch Wikipediyeah, blindklickte ich mich von dort aus weiter nach hier. Tada! Schon war ich sauer. Und das liegt nicht mal an diesem schlecht geschossenen PR-Bild, bei dem man sofort weiß, aus welcher Richtung das Geld wedelt. Prima, oder? Das Internet ist ein riesengroßer Aggressorenmultikplikator und Blogs bzw. Kommentarspalten sind mein Boxsack. Wenn ich also nicht bereits in Foren mein Pulver verschieße und durch emotional-wüste Beschimpfungen aller Diskussionsbeteiligter auffalle, dann schreibe ich einen Blogeintrag. Aber wie dem auch sei, verbleiben wir bei Herr Berns.

Berns hat also ein Buch darüber geschrieben, wie toll Twitter ist und wie viele Menschen ihm followen und das Du, Sie und Er das auch haben können, wenn wir nur wollen und brav einen Sockelbeitrag von 24 € und 80 Cent zahlen, welcher sich – natürlich – rechnen wird. Bis hierhin ist alles okay. Ganz ehrlich, wenn es Leute gibt, die sich lieber erst ein Buch kaufen, anstatt nach 2-minütiger Internet-Recherche herauszufinden, dass Twitter so ziemlich das kurzlebigste (im Sinne von sich am schnellsten veränderndste) Medium weltweit ist und Burns Berns sogar eine eigene Homepage betreibt, auf der er wohl oder übel sein Wissen peu a peu preisgegeben haben muss, ergo sein Buch komplett irrelevant ist und seine knapp 80.000 Follower für’n Arsch sind, weil er trotzdem nicht in den relevanten Charts auftaucht (schließlich will er ja, dass man Twitter erfolgsbringend nutzt und mit den Usern in einen Dialog eintritt): Dann Chapeau! Wenn sich die Menschen derart vorführen lassen, dann vergräbt man seine Hände entweder im Gesicht oder aber reicht dem Teufel die Hand. Vorausgesetzt, man hat sie nicht bereits im Vorfeld aus purer Frust zur Faust geballt; damit fällt das Händeschütteln doch eher schwerer.

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Wandel

11. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 4

Ansichten, Einstellungen, Gefühle .. Das Ich befindet sich doch eigentlich in einem ständigen Wandel. Eigentlich. Immerhin bemerken wir diesen Wandel in den seltensten Fällen und mal ehrlich – was wir nicht bemerken, behandeln wir reflexartig als wäre es nicht-existent. Meistens ist es irgendwie so, dass man aus irgendeinem Grund zurück schaut auf den Weg, denWeiterlesen →

Freiwilliger Hausarrest.

10. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 5

Stöckchen hießen früher “Diskurs“1 und wurden meist als alternativer Blick auf die Geschichte verstanden, die nun nicht mehr positivistisch-fortschrittsgläubig sein konnte, sondern um gesellschaftliche Denkfiguren herum organisiert wurde. Man fing an, Geschichte nicht als die kontinuierliche Erfolgsgeschichte zu betrachten, die sie nunmal nicht ist, auch wenn sie von uns als solche angesehen wird, denn schließlichWeiterlesen →


Projekt 52: Zahlen

10. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 12

Silly, das Gruselgespenst, hat sich jetzt eine Woche ungeduldig gefragt, was wohl das neue Thema bei Saris Fotoprojekt “Projekt 52″ sein wird und heute – endlich, endlich – ist es soweit! Das neue Thema lautet “Zahlen“. Als Silly das gelesen hat, war sie direkt ganz aus dem Häuschen, immerhin eignet es sich perfekt, um euchWeiterlesen →

Tipp der Woche #29

9. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 7

Man kann auch beim Nichtstun ein gutes Gefühl haben, wenn man sich einfach einredet, dass man ja eigentlich schon viel geschafft hat und deswegen ruhig mal ne Pause machen kann. Tipp der Woche #29 Sich einfach mal selbst belügen.


Ohoh.

9. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 7

Hilfe, ich bin inkonsequent. Und ich gehe davon aus, dass ihr es auch seid, schließlich haben Gruppen à la “Ich sollte eigentlich lernen, aber hänge stattdessen auf Facebook rum” seit zwei Jahren Hochkonjunktur. Irgendwie kommen wir uns alle ja ungeheuer geil dabei vor, zu wissen, dass wir etwas machen müssten, aber alles so lange aufschieben,Weiterlesen →

Szenen

8. Januar 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 9

Es ist kalt. Eigentlich viel zu kalt, um das Haus zu verlassen. Hätte ich die Wahl, würd ich Zuhause bleiben. Hätte ich die Wahl, würd ich allerdings meistens Zuhause bleiben. Der Weg ist glatt, eigentlich rutsche ich den Berg mehr runter, als dass ich laufe. Ist aber nicht so schlimm. Runter kommt man ja immerWeiterlesen →