331
04.02.10Es war einmal ein riesiger Sendemast, der UKW- und Fernsehprogramme übertragen hat. Klingt wie ein schöner Anfang, ist aber inhaltlich aufgrund des Tempus schon falsch: Der Sendemast steht nämlich noch immer und vermutlich überträgt er auch noch immer. Aber lasst mich von Vorne anfangen.
1996 wurde in dem Dorf Krynice bei Białystok 1 der Sendemast Krynice gebaut. Ganz kreativ waren die Erbauer, als sie das Ding nach dem Dorf benannten. Das ist wie mit dem schiefen Turm von Pisa – die Kreativität erschlägt einen förmlich. Der Mast ist 331 Meter hoch und hätte ich auch nur ein minimales Größen- und Höhenverständnis plus die nötigen Kenntnisse bezüglich Sendemasten, könnte ich euch nun sagen, ob das besonders hoch, besonders unhoch oder besonders mittelig ist. Da mir das alles aber fehlt, bleibt mir nur, euch zu sagen, dass das Ding 331 Meter hoch ist. Wikipedia sagt dazu, dass der Mast das siebthöchste Bauwerk Polens ist. Hier stehe ich aber schon wieder vor einem Problem, denn: Woher soll ich wissen, wie hoch Polens Bauwerke sind. Und wie soll ich – ohne dieses Wissen – diesen Wert mit den Werten anderer Länder vergleichen. Wie Kevin sagen würde: Das geht doch gar nicht! Für die, die die Szene nicht vor Augen haben: Kevin wurde Zuhause vergessen, geht einkaufen, die Verkäuferin fragt – wie Verkäuferinnen bzw. Frauen gegenüber herrenlosen Kindern nun mal so sind – wo denn seine Eltern sind und Kevin erklärt ganz entrüstet, dass er nicht allein einkauft. Das geht doch gar nicht. Ich sehs richtig vor mir, wie der kleine Scheißer das sagt, aber lassen wir das. Fällt mir vermutlich nur ein, weil der Film erst vor Kurzem kam und Gott, ich konnte nicht widerstehen, ich musste ihn mir einfach antun.
Spätestens an dieser Stelle, wenn nicht sogar schon nach dem ersten Satz, fragt ihr euch sicher, warum ich euch von einem 331 Meter hohem Sendemast erzähle. Das frage ich mich auch. Vielleicht kommt Konna ja mal hier vorbei und erklärt es uns. Das war nämlich so: Als ich auf dem Blog meines Lieblingskonnas surfte, entdeckte ich – gezwungenermaßen – sein viertes Blogseminar. Warum gezwungenermaßen? Geht mal auf seinen Blog. Es ist unmöglich, dort irgendwo hin zu klicken, ohne direkt im verdammten Artikel zu landen. Das aber nur am Rande. Auf jeden Fall schrieb er etwas davon, dass man sich doch mal einem Thema zuwenden solle, das man normalerweise nicht aufgreifen würde. Tja, aber jedes Thema, dass mir so durch den Kopf geht, greife ich hier auf. Alleine konnte ich also auf gar keines kommen. Nicht so schlimm, leben wir immerhin in der Internet-Ära: Wikipedia aufrufen, Zufallsartikel anzeigen lassen – los gehts. Und hier ist er, mein wunderbarer Artikel über den 331 Meter hohen Sendemast in Krynice – dem Dorf, das wie eine nette Kryptonidmischung klingt. Höhö. Was für ein Wortwitz. Entschuldigt, ich bin so müde.
- Das Wort musste ich kopieren, ich hab nicht die geringse Ahnung, wie man diesen polnischen oder russischen Schrägstrich in das l bekommt ↩



05.02.10 um 01:28
coole idee und sympathischer artikel – ich glaube, ich wiki auch mal in der gegend rum :D!
05.02.10 um 10:13
Die Idee mit dem Zufallsartikel ist wirklich gut. Da könnte man fast ein hübsches Stöckchen draus machen. :D
Aber du hättest natürlich im Zuge des Seminars und der Aufgabe inhaltlich wie immer vorgehen und stattdessen den Artikel einfach auf andere Art und Weise verfassen können, etwa als Sprachaufnahme oder so. ;)
08.02.10 um 05:47
Oder beides. Inhaltlich was… neues :D und auch noch in einer neuen Art der Präsentation. Aber wer weiß, ob sie das nicht hat. Vielleicht hat sie ja dafür gesorgt, dass der Artikel in Form irgendwelcher Wellen (graus, und so einer studiert Elektrotechnik) in 331 Meter Höhe aus Polen übertragen wird. Wobei das dann mit dem Blog nicht mehr so viel zu tun hätte. Hm. Ich sollte schlafen gehen…