Aus dem Walkman

8. März 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 5
Aus dem Walkman

mit 30 bin ich taub, bis dahin leb ich laut

und wenn es für den Film nicht reicht, mach ich da ‘ne Szene draus

Ich hab meinen ersten Walkman bekommen, da war ich 10. Meine Eltern konnten sich nie wirklich durchsetzen, wenn es gegen meinen Willen ging. Das ist auch ihr Hauptvorwurf heute: “Du machst das nur, weil wir dafür sind. Würden wir dir sagen, “Iss’ eine Birne”, du würdest zum Apfel greifen.” Das Schlimme ist, damit haben sie nicht ganz Unrecht, aber das ist eine andere Story.

Mein erster Walkman war von Sony, orange-metallic und war vom Design her sehr futuristisch flach. So flach, ich hätte ihn beinahe in die Hosentasche packen können, wenn ich nicht so fett gewesen wäre. Und er konnte die Seiten wechseln, au-to-ma-tisch. Wahnsinn, ich hab manchmal willkürlich die Seite gewechselt, um meine Tapes komplett auswendig zu lernen. Zu der Zeit kam Dead Prez – Hip Hop raus und ein Breathe and Stop von Q-Tip. Und Hölle, ja, ich hab meinen Walkman so laut aufgedreht, wie es ging.  Scheiß auf den Nachbarn.


  1. automatischer Seitenwechsel? Abgefahren^^ ich vermiss das überspielen von Kassetten auf der alten Anlage von meinem Vater :(

  2. Die Gnade der späten Geburt! Nur mein letzter Walkman (der übrigens kein Walkman war, da von Aiwa) konnte das. Mein erster hatte noch so einen Kopfhörer mit Drahtbügel und dick wattierten Muscheln.
    Der zweite hat schnell seine Klappe verloren, funktionierte aber bis ich ihn dieses Jahr weggeworfen habe. Der dritte hatte eine Radio(!) und wurde mir von einer Austauschstudentin geklaut. Und den vierten (den mit dem Seitenwechsel) bin ich gerade dabei wegzuwerfen. Er spielt die Kassetten nicht mehr ab, aber sieht gut aus :)

    Hattest du gekaufte Tapes (die oben angesprochenen) oder kopiert von Freunden? Oder vom Radio oder was noch alles?

  3. Oh man, ich kann mich gar nicht mehr richtig dran erinnern. Nur das er von Sony und so anthrazit-schwarz war. Darauf folgte von Sony von tragbarer CD-Player… riesig, schwer und bei leichter Bewegung schon am aussetzen. Aber er legte, zumindest bei meiner Mutter, noch bis letztes oder vorletztes Jahr. Dann kam auch bei ihr ein iPod. Bei mir folgte damals auf den CD-Player kurzfristig ein Mini-Disc-Player, bis ich einsah dass das nix wird. Dann die Ära der vielen, vielen MP3-Player bis zum U2-iPod und schlussendlich den mehreren iPhones.

    Allerdings gab’s dazwischen sogar noch mal einen Kassettenspieler. Diese Kinderdinger mit Mikro dran und tragbar. Irgendwer kam mal auf die Idee, dass das verdammt cool wäre darauf im Proberaum Demos aufzunehmen… wohlgemerkt Sängerin Mikro in der Hand und der Rest halt über die Lautstärke der Verstärker geregelt. Doof das ich am Schlagzeug dementsprechend meine ‘PA’ auslassen musste… naja.
    Cheers, Andi

  4. Ihr habt ja Geschichten vorzuweisen :D Bei mir war es erst ein schwarzer Walkman von Sony, dann ein blauer Discman von Sony und danach ein schwarzer MP3 Player von Philipps. Der ist es noch immer bzw. wäre es, würde ich noch Musik hören, wenn ich unterwegs bin. Tu ich aber nicht.

  5. @Babel: Ja, irre. Wir hatten so eine Sony-Anlage mit zwei Tapedecks. Links die Kassette (ich musste grade nachschauen, wie man das richtig schreibt), die man überspielen wollte und rechts die zu überspielende. Manchmal, wenn man auf “Rec” gedrückt hat, dann hat das ein wenig geleier und dieses Leiern war dann auch auf Tape zu hören. Damals unglaublich nervig, heute nostalgisch vergöttert.
    @juliaL49: Mein Bruder hatte vorher auch schon Walkmans, diese dicken von Sony mit den Tasten, die wie waren herausgeragt hatten und ja, auch mit Radio. Irre, den habe ich immer in der Hand gehalten, weil ich so stolz auf den war. Gehörte ja meinem großen Bruder. Ich hab nie Tapges gekauft. Damals waren die CDs ja auf dem Vormarsch, aber CD-Player so irre hässlich, dass ich mir die Lieder, die ich wollte auf CD gebrannt habe und dann auf Tape kopiert, die gute Sony-Anlage konnte das.
    @Andi Licious: Ja, diese Fisher Price Ghettoblästerchen. Ich glaube, so einen kaufe ich mir demnächst wieder und leg ein paar alte Tapes rein und lauf dann damit durch die Stadt.