Smurf to Death

11. März 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 13
Smurf to Death

Die Sonne scheint und die Freude darüber ist so enorm, dass ich über den dadurch sichtbar werdenden Schmutz auf den Fenstern hinwegsehe, den Staub ignoriere, der über die Fensterbank wirbelt, sobald ein kühles Lüftchen hineinweht und es stattdessen einfach nur genieße.

Wenn die Sonne scheint, fällt es mir viel leichter, Dinge zu ignorieren. Nicht nur die Fenster samt Fensterbank trifft es dann, sondern auch die ganzen Klausuren, für die ich lernen soll. Aber ich hab mir da ja schon was überlegt – nebenbei bemerkt, solche Überlegungen entstehen auch nur dann, wenn die Sonne scheint und ich prokrastiniere; hat Sascha Lobo das Wort nicht berühmt gemacht? Hab das Buch übrigens nie gelesen, aber wenn er oder irgendjemand es tut, würd ich das nachholen – jetzt hab ich vor lauter in Gedankenstrichen schreiben ganz den Faden verloren. Achja, ich überlegte mir, mein Studium einfach aufzugeben. Das eine Semester, pah. Das heißt doch, ich hab meinen Abschluss – kwasi – schon in der Tasche. Das müsste doch auch genügen. Ich bewerbe mich einfach mit den Worten „Abschlussgrad: Bachelor of Arts in Social Science – fast“. Das letzte Wort in Sätzen vernuschel ich ohnehin meist. Weswegen mir die Frau am Büdchen oder – wenn ihr so wollt – am Kiosk auch schon ganz böse ist und sich weigert, mir zähnezusammenklebende Schlümpfe zu verkaufen, wenn ich es nicht deutlich genug ausgesprochen habe. Böse Frau, aber wenigstens achtet sie damit indirekt auf meine Linie. Das hab ich nämlich auch aufgegeben, seit die Sonne scheint. Hier ein wenig Schokolade, da ein Mürbchen und hey, die Chips muss ich umbedingt mal probieren. Schon hab ich mir 100 Kilo mehr angefressen, aber who cares, ich diäte ja, indem ich (ungewollt) auf Gummischlümpfe verzichte.

Früher hatte ich immer Angst davor, mir die kleinen Kerlchen in den Mund zu schieben – der Satz wirkt pervers, ge? – weil ich dachte, es reißt mir die Zähne raus. Heute weiß ich, dass das gar nicht möglich ist, wer kann schon noch kauen, wenn da so ein Schlumpf zwischen den Zähnen klebt und sich festklammert? Ich Doofchen hätte Angst davor haben sollen, zu ersticken. Verglichen damit wären die rausgerissenen Zähne wohl besser gewesen.


  1. Wo hat der Schlumpf denn seine Hand…?

  2. Es reißt dir nicht die Zähne raus. Nicht direkt. Aber deine Angst war in keinem Fall unbegründet. Mir ist an so einem Schlumpf mal ein Stück Zahn abgebrochen. Möglicherweise binich aber auch einfach nur zu blöd zum essen. Bin trotzdem der Meinung, dass es an der Schlumpfkonsistenz lag.

  3. Ich hatte auch immer richtiggehend Respekt vor den Schlümpfen. Also den Essensschlümpfen. Zu Recht, finde ich.

  4. Ich stelle zwei Fakten fest:
    1. Du ißt nicht, Du schlingst also.
    2. Wenn Du Dein Studium hinwirfst, stehe ich drei Stunden später vor der Tür und frage sehr laut: Warum? Knurr…

    xxx

  5. @Mom: Wo guckst du denn hin?
    @Moonica: Oh Gott xD Das macht Mut
    @Chris: Weil du so schlingst und bestimmt immer mehrere auf einmal isst oô
    @Dad: Ich schlinge nie, du kennst mich doch. Ich bin nach wie vor der langsamste Esser der Welt xD

  6. Isch fand die Smilies ja viel schlimmer als die Schlümpfe^^

  7. Er hat die Hand eindeutig an ihrem Po – ein Grapsch-Schlumpf…

  8. ich werde es lesen – es steht zumindest auf meiner wishlist ^^.

  9. ach rebhuhn, da bist du ja wieder *erleichtert* ich hab dich vermisst!

  10. ja :), aber ich bin seelisch noch nicht wieder ausgeglichen… ein mist das, mit den enden von dingen.

  11. oh, das erklärt auch, wieso du nicht reagiertest, obwohl ich dich mit zwei stöckchen bewarf. jedes ende ist ein anfang. irgendwie. aber ich brauch immer ne weile, bis ich das erkenne.

  12. das eine stöckchen hab ich gefunden [film], aber wo ist das andere?