Die Busausstiegs-Situation

26. März 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 1

Heute erzählte mir mein Vater, dass er mich früher immer vom Schulbus abgeholt habe, direkt hier beim Sportplatz, keine 200 Meter Luftlinie. Das ist übrigens der Sportplatz, den ich einmal während eines Sprints als 6-jähriger  in absoluter Rekordzeit erreicht habe: Nur 1 Minute 30! Dann erst mal Tränen geheult. Ich weiß bis heute nicht, ob das von den Glücks- oder den Schmerzgefühlen kam. Vielleicht liegt es daran, dass ich dazwischen nicht großartig unterscheiden kann. So oder so, das Ergebnis war dasselbe. Ich auf der Wiese, Maul scheunenweit aufgerissen, Ameisen im Anmarsch.

Die Schulbustür habe sich geöffnet, und dann sei erst mal nichts passiert. Plötzlich Lärm. Tok. Tok. Tok. Ein Schulranzen landet auf dem Asphalt. Derselbe Asphalt, auf den ich mich mitten im Winter gelegt habe, ohne dass mich jemand dazu aufgefordert hätte. “Guckt mal, ich-bin-cool.” Manchmal denke ich, in 18 Jahren haben sich dann bloß Gesichter und Rahmenbedingungen geändert; die Beweise bringe ich immer noch am aufenden Band. Ohne, dass ich mich dazu aufgefordert hätte. Die Frau, die mit quietschenden Reifen gefühlte zwei Meter rechts neben mir zum Stillstand kam, hatte mir übrigens sehr viel zu sagen. Leider fehlte ihr die Luft. Ich glaube, das wäre eine gute Lektion gewesen. Aber wahrscheinlich konnte blieb sie genau deswegen stumm.Dann, so mein Vater, habe er gesehen, wie ein zusammengerolltes Etwas aus der Bustür flog, sich kurz vor dem Aufprall als sein Sohn offenbarte und zielsicher mit einem Knie auf dem Ranzen landete. Mein oder sein Glück, dass ohnehin nichts Wertvolles drinnen war. Das hatte ich bereits in der Schule verloren oder vergessen. Wie der in elegantem Schwarz gehaltene Leder-Brustbeutel, mit dem in grün-metallic eingestickten Widerhaken. Gerade eben wollte ich mir neue Schuhe kaufen. Hab’  mich dann nicht durchringen können. Am Preis lag es nicht, soviel steht fest.

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Da war mal jemand.

26. März 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 4

Es ist Nacht und irgendwie ist es das immer, wenn etwas Bedeutsames passiert, von dem ich bereits in der ersten Sekunde weiß, dass ich es nie vergessen werde. Es ist Nacht und wir sitzen auf den Steinstufen, die von der Häuserreihe hinab in den Wald führen, der so dunkel vor uns liegt, dass wir nichtWeiterlesen →

Im Trend sein und Andersartigkeit

25. März 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 14

Heute schreibt irgendwie jeder ein Buch. Ich klicke mich durch verschiedene Blogrolls und siehe da, ich kann ich Echtzeit mitzählen, wie viele Leute darüber bloggen, gerade ein Buch zu schreiben. Irgendwas in Echtzeit tun, ist gerade genauso im Trend, wie an einem Buch zu schreiben. Was das Schreiben angeht, war ich schon immer arrogant. IchWeiterlesen →


Wird.

24. März 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 3

All I need is one mic. Die Zeit verfliegt, mein Optimismus ist ungebrochen und auch wenn ich bisher nur grundlegend weltverneinende Absichten in Schriftform verfasst habe  – guter Humor ist dann doch das Vorrecht der Pessimisten – habe ich mir ein für alle mal in die Tasche lügen können, dass für mich alles gut wird.Weiterlesen →

Der richtige Moment

24. März 2010 ˙ Kategorie: Alltag ˙ Kommentare: 6

Der Tag beginnt mit dem Klingeln des Wetters, das eigentlich weniger Klingeln als vielmehr die begeisterte Stimme des Radiomoderators ist, der morgens schon so viel Elan hat, dass ich mich vor Antipathie übergeben will. Ich stehe auf, wenn auch nur Widerwillig, wanke halbschlafig ins Bad, dusche und stehe anschließend vor dem Spiegel, um mir dieWeiterlesen →


15. Gastbeitrag: Sommer

23. März 2010 ˙ Kategorie: Iswwdns ˙ Kommentare: 9

An dieser Stelle folgt der 15. Gastbeitrag aus der Blog-Reihe: “Ich sehe was, was du nicht siehst“. Geschrieben, gedacht, gesehen von novemberwolke, deren Blog erst noch erfunden werden muss … Sommer Dein Kopf liegt auf meiner Schulter. Du rauchst. Die kleinen Fältchen in deinem Augenwinkel zucken, wenn du versuchst die Regentropfen zu fixieren. Sie bildenWeiterlesen →

Strg + F

22. März 2010 ˙ Kategorie: Allgemein ˙ Kommentare: 4

Achtung: Alte Argumente, vollkommen unninnovativ verpackt. Mir soll keiner mehr erzählen, dass Bücher ja so viel besser sein: Bullshit, zumindest was wissenschaftliche Arbeiten angeht.1 Ich habe vergessen, ein wichtiges Argument rauszuschreiben. Wäre es ein e-Book oder eine durchsuchbare PDF, kein Problem. Steuerung + F, entsprechenden Suchterm abgeben, maximal 1 Minute warten und zack, entsprechende StelleWeiterlesen →