I can be your superman

25. April 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 1
I can be your superman

Ich hab mich immer noch nicht damit abgefunden, keine Superkräfte zu besitzen. Kein Flachs, hart ungerecht ist das. Manchmal stelle ich mich aus purem Trotz eine halbe Stunde vor den Spiegel und versuche, durch reine Willenskraft und den einzigen Blick, den ich drauf habe, Risse in die metallene Oberfläche zu glotzen. Falls mir das gelänge, würde ich meine Finger ausstrecken, den Riss in meinen Körper übergehen lassen und mich vordergründig über die Eiseskälte wundern, nur um dann irgendwo am gottverlassensten Ort der Matrix ausgekotzt zu werden. Dann begänne mein Rachefeldzug. Das wäre eigentlich ein Problem, denn ich habe so gut wie keine Feinde und die einzige Person, die ich hasse – ja, es gibt nur einen Menschen, den ich abgrundtief hasse, diese Gutmenschenscheiße hat auch negative Seiten, wie man sieht – ist nicht ernst zu nehmen. Aber das dürfte kein Problem sein, da, so haben wir es gelernt und so beten wir, Superkräfte der ultimative Katastrophen- und Endgegnermagnet sind. Die Feinde sind also nicht das Problem.

Dann heißt es endlich wieder “Gut gegen Böse”, Fonda vs. Bronson, die binäre Logik des Entweder-Oder. Natürlich würde ich aus Gründen so tun, als sei ich, der Gute (sorry, aber ey), komplett unschuldig und aufrichtig an einem Friedensangebot interessiert. Einer der beiden Halunken muss dem Publikum eine Identifikationsfläche bieten; doch insgeheim wüssten beide Seiten, dass diese Szene in einem Showdown um Punkt 12 Uhr enden muss. Geil. Ich hab voll Bock und freu mich jetzt schon drauf. Präventiv-Adrenalin. Fehlt nur noch der Riss. Bis dahin gucke ich das hier:


  1. Isch hat’ au’ ‘ma so Superkräfte, isch weiß et noch jenau. De’ Heilje Jeist schoß in mich ‘rein un’ isch wußt’: Getz bin’sch Mister Steahlhammer. Ächt. Knapp 23 Joar is’ dat getz her, un’ isch dacht’ noch: Heut’ donn mer wat für de Demographische Faktor. So muß et sinn… De Joldene Schuß sozusagen, ne. Irjendwie.