Zum Schlafen kommt man ja auch nicht mehr. Und die ganze Woche im Regen stehen, um den Leuten zu sagen, dass sie hier nicht parken dürfen, sorgt am Ende auch nur für ein mistiges Karma. Das hart verdiente Geld einfach damit verprasst, dass ich in der S-Bahn einschlafe, ihr seht, mein Name ist Programm, fünf Stationen zu spät aufwache, mich ins Taxi setze und mich nach Hause kutschieren lasse (1 Stunde Warten wäre keine Option gewesen). Und weil es gar so schön war, habe ich das mit dem Einschlafen heute in der Früh um 8 gleich wiederholt, bei der Hinfahrt zur Arbeit diesmal. Soviel zu mir, ich komm klar. Wer allerdings nicht mehr alle Tauben auf dem Dach hat, das ist dieser Koch hier. Erzählt einfach mal im lockeren Smalltalk, dass es schon irgendwo seine Berechtigung hat, wenn die “kleinen Racker” in Nicaragua sterben müssen, weil auf den Bananenplantagen Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird.
Aber wie man so schön sagt: Bissel a Schwund is’ imma!
Ja, ist von 2009 irgendwann. Ändert aber nichts.
Okay. Da vergeht einem echt der Appetit. Ekelerregender – naja ab hier würde wohl euer Bad-Word-Filter angehen – da ich aber aus guten Quellen weiß, dass ihr keinen habt…
Ich zieh mich grummelnd zurück.
ich würd ihm gerne mal ordentlich eine reinhauen. Sonst ist das definitiv nicht mein stil, ich bin relativ friedlich, aber für so ‘ne aussage kann man dem echt nur noch eine reinhauen.
Mit schimpfwörtern fang ich gar nicht erst an =/
ekelerregend und unangebracht. Irgendwie auch pervers.
darf der Mensch noch im fernsehen arbeiten? (Ich hoffe ja mal nicht!)
Hauptsache, er findet sich lustig.
Krank, wirklich. -.-
Solange es ihm gut geht, kann es anderen schlecht gehen? Ich frage mich, wo Leute solche Einstellungen her bekommen…
“Solange es ihm gut geht, kann es anderen schlecht gehen?”
Ja, aber letztendlich formuliert der Mann nur das, was wir alle in Europa und Nordamerika täglich leben. Im Grunde genommen müßte man sich doch schreind von irgendeiner Klippe stürzen, wenn man sich bewußt macht, daß ganz konkret wir uns hier über einen Kochclash freuen, wir uns über die neusten erhältlichen Konsumgüter uvm. austauschen, während parallel dazu – jetzt im Moment – Menschen an Hunger sterben. Wir kommen wir überhaupt damit klar? Wie gehen wir damit um?
Antwort: Verdrängung. Ein Kollege von mir arbeitet in Indien. Im Gespräch sagte ich ihm, ich käme damit nicht klar, in eine Business-Hotel zu übernachten und morgens um die Ecke herum über Familien drüberzusteigen, die dort auf dem Gehweg wohnen und sterben. Seine Antwort “Die sterben auch, während Du hier in Deutschland lebst und arbeitest. Du siehst sie nur nicht.” Er hatte recht.
Läßt man die Bemerkung des Mannes im Film weg, so merkt man schnell, daß sich dadurch am reinen Faktum, das wir als zynische empfinden, überhaupt nichts ändert. Diese Kinder sterben immer noch. Was ist nun verwerflich? Die saublöde Bemerkung von dem Typ? Oder das Verhalten des’ Erntekonzerns?
Und warum stößt uns das Verhalten des Mannes ab, nicht aber die Fakten des widerwärtigen Vorgehens an sich?
Der Unterschied ist aber immer noch ein ganz gravierender. Du willst dich schreiend von der Klippe stürzen, wenn du dran denkst. Dieser nette Herr feiert das Ganze und findet es richtig. Das ist dann doch ein kleiner, feiner Unterschied…