Es gibt so Sachen, die find ich klasse, obwohl ich sie viel zu selten erwähnte. Ich finds beispielsweise einfach grandios, dass der Diogenes Verlag so unglaublich freundlich und entgegenkommend ist, mir auf Anfrage so ziemlich jedes Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Beinahe genauso freundlich und entgegen kommend sind DuMont, Rowohlt, Suhrkamp, Randomhouse .. Eigentlich kam es tatsächlich noch nie vor, dass ein Verlag von vorne herein bei jeder Anfrage “nein” sagte. Außer beim Kiepenheuer und Witsch Verlag.
Das ist nämlich so. Ganz nett schrieb ich denen vor Monaten eine E-Mail, dass ich total gerne ein Rezensionsexemplar von “Juliet, Naked” von Nick Hornby haben würde. Dazu muss man sagen: Ich kaufe ohnehin alle Nick Hornby Bücher, hatte zu dem Zeitpunkt aber nicht genug Geld. Antwort: Kontingent erschöpft. Ähem, ja .. Wers glaubt, aber oke, kann ja mal vorkommen.
Gestern schrieb ich ihnen wegen eines Exemplars von “Unendlicher Spaß” von David Foster Wallace. Hierzu in Kürze: Ich las noch nie was von ihm und das verdammte Buch kostet 40, in Worten: VIERZIG, Euro. Wäre es von Irving, Hornby, Pratchett oder Goebels – ich würde zumindest damit liebäugeln, den perversen Preis zu bezahlen. Aber es ist eben von einem Autor, der mir gänzlich unbekannt ist. Da geb ich doch nicht 40 Euro für die Katze im Sack aus, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich Student bin und von 40 Euro für 2 Wochen gut einkaufen kann.
Mir ist vollkommen klar, dass man keine Rezensionsexemplare “anfordern” kann, sondern es eine Gefälligkeit seitens des Verlags ist, die vermutlich einzig und allein darauf aus ist, Werbung in die Blogosphäre zu tragen. Mir ist auch klar, dass die Verlage die Bücher billig genug produzieren, um sie für Rezensionen kostenfrei herzugeben. Und genauso ist mir klar, dass natürlich die großen Journalisten, die Riesenblogger und die hochangesehenen Fernsehleute eher beliefert werden, als ich kleines Wesen hier.
Aber: Den Verlagen sollte auch klar sein, dass VIERZIG Euro für ein Buch einfach zu viel ist. Mir tuts schon weh, wenn ich für ein gebundenes Buch 20 Euro hinlegen muss, aber 40 ist einfach zu übertrieben. Und worüber ich mich hier eigentlich aufrege, ist ja wohl hoffentlich ganz klar: Wieso hab ich keinen Geldbaum, an dem grad 40 Euro hängen?? Hat irgendwer das Buch gelesen und kann mir sagen, dass es scheiße ist? Dann tuts nicht ganz so weh, dass ich es wohl nie besitzen werde.

[...] einmal ganz brav nach, ob derjenige ein Spam-Bot sei – war er nicht. Und erinnert ihr euch an das Buch, das ich umbedingt haben wollte und mir zu viel kostete? Ich nutzte also diese seltsame [...]
Ich nehm auch gern Geschenke an ._. *hust*
Das mit dem Rezensionsexemplar find ich aber irgendwie… meh. Klar, es ist eine gefälligkeit, aber im Grunde ist es billige Werbung. Richtig billig.
Und das find ich dann doch wieder so ne sache… =/
Trotzdem: Es gibt ja genug positive Beispiele. Also lass es dir nicht von einem Buch vermiesen – vielleicht kriegst du es ja wirklich aus der Bib. Oder sie haben doch noch mitleid. Wer weiß =)
Ach, da hat man kein Recht angepisst zu sein oder so – das ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass die bisherigen Verlage so nett waren, immer wieder Bücher zu schicken :D
Ich will das Buch nur so dringend xD
ja, klar xD Dass das keine Selbstverständlichkeit ist war mir klar =)
ich kenn das, ich kenn das ^^
find ich aber blöd, dass sie dir kein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen… :/ Hab bisher kaum bei Verlagen angefragt, aber wenn ich angefragt habe, dann hab ichs auch bekommen… bei Kiwi hab ichs aber noch nicht versucht…
40€ sind schon ziemlich viel Geld für ein Buch…
… drück’ Dir die Daumen, dass es klappt!