Paramount und die Copyright-Verletzung

17. Mai 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 0
Paramount und die Copyright-Verletzung

Zur Zeit passiert so viel in der Filmwelt, dass ich an dieser Stelle kurz einige Punkte erwähnen will. (Wer gute Musik hören will, lade sich Jesper Ryom)

1.) Christoph Hochhäusler’s Film “Unter Dir die Stadt” hat in Cannes gemischte Kritiken erhalten, Ekkehard Knörer hat einige Zitate dazu gesammelt.

2.) Die Copyright-Krake breitet ihre Tentakel weiter aus. Paramount denkt allen Ernstes, dass das Filmen eines Filmdrehs das Recht des Copyrights verletze. (Benjamin Brown, der eine Szene per iPhone dokumentiert hat, versucht derzeit gegen die Sperrung seines Videos vorzugehen). In anderen Worten: Der öffentliche Raum, der als notwendige Kulisse für den Film dient, ist der Denkweise Paramounts zufolge nicht mehr öffentlich, sondern privat. Eine solche Argumentation ist krude, da sie eigene Unvorsichtigkeiten beim Filmdreh ausklammert und sich unter den Schutzschirm des Copyright stellt. Der Punkt ist folgender: Wenn sich eine solche Auffassung von der Straße als privatem Raum durchsetzt, dann verstößt das über kurz oder lang gegen so ziemlich jede Art des modernen Freiheitsbegriffs (Naomi Klein hat das bereits im Jahr 2000 in ihrem Buch “No Logo” angerissen).

3.) Mary J. Blige wird zu Nina Simone.

4.) John Landis hat bekannt gegeben, dass er einen Film über den Macher des MAD Magazines, William Gaines, drehen will. Endlich.

Und wo wir schon von Filmen reden, hier ein Filmtipp. Jetzt, wo “Wall Street: Money never Sleeps” eher mäßig bis gar nicht ankommt, und sich nur über die Leistung der Schauspieler zu retten scheint, sollte man sich vielleicht die Vorlage aus dem Jahre 1987 anschauen.

5.) Falls hier Leute aus München mitlesen: Im Cinemaxx beginnt ab heute wieder das Unikino, in Zusammenarbeit mit der HFF München. So weit ich das mitbekommen habe, Flyer sind mir noch keine in die Finger gekommen, handelt es sich dieses Semester im weitesten Sinne um Musikfilme. Sobald ich genaueres weiß, editiere ich das hier nach. Es beginnt auf alle Fälle heute Abend, 17.05.10, um 20 Uhr. Der erste Film, der im Anschluss an eine kurze Vorlesung gezeigt wird, ist Blues Brothers (Regie: John Landis. Soso).