Vom Einkaufen und Ärgern

31. Mai 2010 • Kategorie: Alltag • Kommentare: 6
Vom Einkaufen und Ärgern

Sobald der Morgen beginnt, fließen die Buchstaben. Als hätten sie sich über Nacht in meinem Kopf angestaut, um nun um so drängender hinaus zu streben. Zumindest in den meisten Fällen, aber nicht in letzter Zeit …

Es ist noch nicht einmal 7 Uhr – normalerweise schlafe ich wenigstens bis 8, aber nicht heute, weil ich bei meiner Mutter zu Besuch bin und der Tag da einfach früher beginnt. Ich vermute auch stark, dass ihr heute vergeblich auf einen Monday Meal Artikel warten werdet, weil ich keine Kamera mitgenommen habe und ich außerdem glaube, dass meine Ma mich komisch fände, würde ich all mein Essen fotografieren.

Ich merke, wie in den letzten Tagen meine Motivation nachlässt. Mir fehlen die Worte, ich bin gestresst und ich habe das Gefühl, alles, was ich sage, sagte ich bereits oder ist nicht von Bedeutung. Ich hätte nicht gedacht, dass die An- oder Abwesenheit von ichgehschlafen mich tatsächlich so sehr beeinflusst hat .. Wie dem auch sei: Ich weiß im Moment nichts zu sagen. Ich kriege ab und zu ein fiktives Geschichtchen hin, aber ich weiß einfach ansonsten nichts, was ich erzählen könnte und der Fluss der Worte in meinem Kopf hat irgendwie nachgelassen.

Wenn ich hier aus dem Fenster sehe, ist alles noch grüner als in Siegen. Grüner und dörflicher, obwohl es hier eigentlich größer sein dürfte. Die Leute hier sind fragwürdig. Das sind sie in Siegen auch. Ich mag keine Menschen, nur meine Menschen. Der Rest kann mir im Moment irgendwie gestohlen bleiben. Ganz schlimm sind fremde Menschen, die keinerlei Gefühl für die Privatsphäre des anderen haben, wie mir am Samstagmorgen beim Einkaufen auffiel: Liebe ältere Dame hinter mir, du kommst nicht schneller dran, nur weil du deinen Schwabbelkörper immer wieder an meinen Rücken presst und wenn du das noch einmal versuchen solltest, brech ich dir die Knochen.

Ich weiß nicht, wieso die Leute immer glauben, sie kämen schneller an die Kasse, nur, weil sie möglichst dicht aufrücken. Das ist nicht so. Ob die Schlange sich nun 100 Meter weit zieht oder nur 80 – wenns soweit ist, kommt ihr dran, aber es geht nicht schneller, wenn ihr euch an mich drückt. Außerdem steigt dann die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich einfach mal übergebe und ich bin mir ganz sicher, dass es dann noch länger dauern werdet, bis ihr endlich dran seid.

Und bevor ich es vergesse: NEIN! Nein, Oma, ich lasse dich mit deinen “nur fünf Sachen” nicht vor, weil ICH nämlich nur diese eine Flasche Wasser kaufen will und du mit deinen “nur fünf Sachen” meine “ich kauf nur Wasser” definitiv sowas von überschreitest, dass du kein Recht hast, vorgelassen zu werden.

(Via)


  1. Und irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass ich die Oma schon mal irgendwo in nen Artikel eingebunden hatte Oo”

  2. Für das, dass du, wie du meinst, nicht flüssig schreibst, ist der Artikel wirklich sehr unterhaltend.

  3. “normalerweise schlafe ich wenigstens bis 8″

    Das will ich aber auch meinen.
    Schalf ist das Wichtigste, was es gitb!
    Am besten am Abend noch 2 Lachsöltabletten, einfach so.

    Und wg. der Inspiration: alles eine Frage des Klimas. :)
    (Wenn nix is’, dann einfach mal einen Tag nix machen.)

  4. Na, morgen kannst Du doch über heute schreiben. Ist doch genug passiert bzw. passiert immer noch. Der Tag ist ja noch jung. ^^

  5. Rentner in Supermärkten, ein Traum(a)!

  6. @Sebastian: Ich bin nicht zufrieden :D
    @MC Winkel: :D Ich KANN einfach nicht lang schlafen. Das kann ziemlich nervig sein, weil mein Freund locker bis 11 pennt, aber um 8, halb 9 rum bin ich wach >.<
    @Dad: Mal sehen. Man glaubt es kaum, aber selten finden wirklich private Dinge ihren Weg hier hin.
    @feronia: :D Ja!!!