Gesungene Flüsse aus Kristall, die aus dem Mund der dicken Frau strömen. Ein Mund, der aufgerissen ist wie das gierige Maul einer Höhle. Nach hinten hin immer dunkler werdend und das feuchte Glitzern ist zugleich verheißungs- und unheilvoll – zumindest solange wir uns metaphorisch noch in den Kreisen der Höhle bewegen, nicht denen der dicken Frau, deren Kristallgesang in der Luft zerbricht und nur niesende Löwenzahnpollen hinterlässt, die zusammen mit meinen Kindheitsträumen davonfliegen. Leicht genug, um abzuheben und doch mit einer Schwere, die mir im Alter die Schultern nach vorne zerren wird, unerbittlich Richtung Boden, als befände sich dort, was ich verloren habe und nur der krumme Gehstock in meiner Krallenhand, angeblich handgeschnitzte und mit dem Wort „Unikat“ versehen, holt mit griesgrämigen Schlägen die Erinnerung an Vergessenes zurück.
Da ist dieser Kerl. Wenn er schreibt, will ich ihn fressen, um so zu schreiben, wie er schreibt. Dann erinnere ich mich, dass ich früher das Buch mit Hannibal Lecter mochte und schelte mich ob meiner stereotypen Gedankengänge. Danach kichere ich ein wenig, vergesse, worüber ich nachgedacht habe und kaufe mir ein Überraschungsei, um die Schokolade mit ihren Kalorien wegzuwerfen und so zu tun, als wäre es gar nicht so einfach, das Spielzeug zusammenzubauen. Anders, wenn im Inneren eine Figur war: Dann trauere ich der Schokolade hinterher, weil sich mir keine Entschädigung für die Figurenttäuschung bietet. Das vergess ich dann aber auch.