RockMelt ist ein neuer Browser. “Wow, toll, na und?” werdet ihr euch jetzt vermutlich denken, schließlich gibt es inzwischen ohnehin genug verschiedene Browser, von denen eigentlich nur Firefox und Chrome wirklich relevant sind. RockMelt ist aber tatsächlich etwas Besonderes.
(Bei dem nachfolgenden Bild ignoriert ihr bitte, wie mein Desktop aussieht, ja? Danke!)
Abgesehen davon, dass er sich mit Facebook verbindet, noch kein großer Unterschied. Die Startseite – sofern nicht anders festgelegt natürlich – sieht aus wie im Chrome und bietet die Möglichkeit, verschiedene oft angesurfte Seiten sticky zu setzen.
Der Browser bezeichnet sich jedoch selbst als Web 2.0 Browser und bietet Funktionalitäten, die ich ziemlich ansprechend finde und so eben nicht bei Chrome oder Firefox zu finden sind:
Edges
Sogenannte Edges rahmen den Browser ein – auf der rechten Seite befindet sich die App Edge, in der sowohl die Facebook Timeline, wie auch die Twitter Timeline Platz finden. Zusätzlich können dort Feeds gespeichert werden, aber ihr wisst ja: Ich lese keine Feeds. Dem entsprechend leer ist es dort bei mir, aber umso praktischer. Mit einem einfachen Klick auf das Twitter Symbol öffnet sich die Timeline, in der in Echtzeit die getwitterten Tweets angezeigt werden. Problemlos kann man auf Tweets antworten oder sie retweeten. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Facebook Timeline. Beides zeig ich euch aus Gründen nicht auf einem Screenshot.
Auf der linken Seite befindet sich die Friend Edge, die eure Freunde bei Facebook anzeigt. Ihr könnt zwischen zwei verschiedenen Ansichten wechseln und euch entweder alle eure Freunde anzeigen lassen oder eine Favoritenliste erstellen, die in der Zweitansicht dargestellt wird.
Statusmitteilungen
Zusätzlich zu der Friend Edge befindet sich in der oberen Hälfte ein klickbares Dings mit eurem Facebookprofilbild. Ein Klick und ihr könnt ein Update eures Status durchführen – dabei könnt ihr wählen, ob ihr euren Facebookstatus updated oder einen Tweet schreibt.
Links teilen
Ihr kennt das. Ihr seit auf die Seite überhaupt gestoßen und wollt das am liebsten jedem mitteilen – kein Problem. Oben im Browser, direkt neben der Adressleiste, befindet sich ein Share Button, der genau dafür gedacht ist. Auch hier könnt ihr wählen, ob ihr den Link auf Facebook verteilt oder auf Twitter.
Am Beispiel von Hakans Blog:
Googlesuche
Ja, auch die sieht hier ein wenig anders – und, ganz subjektiv gesprochen hübscher – aus. Oben rechts befindet sich – suchtypisch – ein Eingabefeld für Google. Keine Ahnung, ob man die Suchmaschine ändern kann, ist mir aber auch gleichgültig, weil ich ohnehin nichts anderes als Google nutze. Nach der Eingabe öffnet sich ein Anzeigefenster, in dem die Suchergebnisse aufgeführt werden.
Schnelligkeit, Arbeitsspeicherverbrauch etc.
Ich hielt Chrome ja schon für rasend schnell, verglichen mit beispielsweise dem Firefox, aber tatsächlich setzt RockMelt da sogar noch eins drauf. Empfind ich zumindest so. Hinzu kommt die Arbeitsspeicherbelastung. Firefox fraß irgendwann so viel meines Arbeitsspeichers, dass ich verzweifelt vor mich hinweinte, bis ich Chrome für mich entdeckte. Tatsächlich scheint RockMelt dann aber – zumindest bei mir – noch weniger zu verbrauchen. Normalerweise steht mein Browser – welcher auch immer es ist – immer an oberster Stelle im Taskmanager. Diesmal nicht, stattdessen ist es mein E-Mail Programm, ähem. Da bräucht ich vielleicht auch einmal Ersatz für.
Kritik
Ein wenig perplex bin ich nun selbst, aber ich habe tatsächlich bisher nur einen Kritikpunkt gefunden: RockMelt ist hellblau. Auf unangenehme Art und Weise erinnert mich das an eine Mischung aus MSN und irgendwas anderem, was ich nicht so recht zuordnen kann. Mag ich gar nicht. Bisher hab ich noch nicht herausgefunden, ob bzw. wie man das ändern kann.
Fazit
Der Artikel ist viel länger und ausführlicher geworden, als ich wollte. Eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass RockMelt tatsächlich ist, was es zu sein behauptet: Ein Web 2.0 Browser. Und wer eine Einladung will – ja, bisher funktioniert das ganze nur per Einladungscode – kann mir bei Facebook schreiben. Noch hab ich welche übrig.
Und jetzt hab ich Lust auf Schokolade.






[...] http://aheadwork.de/2010/11/14/rockmelt/ [...]
Hört sich ganz schnieke an – ausprobieren würd ich das jedenfalls gern mal. :)
Was ich nicht verstehe, warum ist mein Blog bei Dir so… ach ja, Monitorgröße : o
Klingt nicht schlecht (: Muss ich mir definitiv mal angucken, nachdem Firefox in Episoden immer mal wieder arschlahm ist, ich aber aus Gründen kein Chrome benutze.
Schnell ist von Vorteil, da ich immer soooo viel nebenher aufhabe… alles zeitgleich >.>
Aber hellblau? iiiirgs. :D
@Konna: Bin auf deine Meinung gespannt. Du hast ja doch mehr Technikahnung als ich xD
@ichgehschlafen: Ja. Hab aber keine Ahnung, wie groß mein Monitor ist xD Muha. Aber so Sachen muss ich ja auch nicht wissen u_u
@AsphyxiaPallida: Muha, ich hab auch immer sau viel offen xD Hab heute zum ersten Mal seit Wochen nur noch zwei Tabs übrig – sehr entspannend. Willste nen Invite haben? Einen hab ich noch übrig :D
Interessant! Mag auch :x
Hm, ich hab statt Chrome bisher Iron genutzt, der wie RockMelt auf der gleichen Engine basiert, aber wesentlich näher an Chrome gehalten ist. Der ist auch blau. Chrome ist bei mir stumpfgrau, auch hässlich… und zumindest Iron ist genauso schnell wie RockMelt.
Mal gucken. Ich werde auch noch bloggen, bisher ist mein Eindruck eher durchwachsen.
Und hey – Opera kann man glaube ich auch relevant nennen!
…ja, kann man, aber Opera ist ja noch lahmer als der Firefox :D
hmm, klingt interessant, ich frag mich allerdings, ob ich wohl genug Web 2.0 vernarrt bin, dass sich der Browser bei mir auch lohnen würde^^
@AsphyxiaPallida gar nicht Oo jedenfalls nicht Opera 9/10 vs Firefox 3.6.
Danke deiner Einladung (hiermit seist du noch mal offiziell dafür gefeiert) kann ich Rockmelt ja jetzt auch nutzen.
Hab also gestern abend angefangen und hänge schon an dem Thema Twitter Timeline. Ich krieg meine Favourites angezeigt, auch meine eigenen Tweets, aber eben nicht meine Timeline. Das ist also schon mal ein kleiner Kritikpunkt, denn anscheinend geht das ja. Du hast es im Text beschrieben. Aber wenn ich das nicht auf Anhieb da rein kriege, dann ist das irgendwie userunfreundlich. Aber vielleicht stell ich mich auch nur blöd an. ;-)
@Konzertheld: Ich hatte Opera mal. Kurzzeitig. Ein paar Stunden lang. Ich fand das Ding größtenteils einfach nur unübersichtlich und hässlich.
@AsphyxiaPallida: Ohja, bei mir war Opera auch sau langsam.
@Phil: Nein. :D Ich glaube, ohne Web 2.0 Affinität lohnt sich das Ding nicht wirklich, weil es tatsächlich ziemlich darauf ausgelegt ist.
@Rooby: Twitter macht bei mir auch leichte Probleme und verbindet immer mal wieder nicht. Aber naja, es ist ne Beta Version, ge? Ich glaub, da darf man noch nicht so sehr meckern xD
das ist ja Chrome nich? also von dem Opensource-Dingens da^^ muss ich mir mal anschaun!