Die Angst – mein Begleiter.

10. Dezember 2010 • Kategorie: Allgemein • Kommentare: 2
Die Angst – mein Begleiter.

Mein Herzchen flattert wie ein eingesperrter Vogel, der immer wieder hektisch gegen die Gitterstäbe prallt, um der Katze zu entkommen, die amüsiert davor sitzt und mit ihren Pfoten gegen den Käfig schlägt.

So geht es inzwischen fast jeden Morgen und wenn ich halb aufrecht in meinem Bett sitze, mich ängstlich umgucke und überlege, was denn los ist, wird mir immer wieder klar: Es ist nichts los. Ich wache voller Panik auf und mein Herz rast mittelschnell vor sich hin, aber .. es ist nichts los. Ich hab keine nennenswerten Alpträume, werde nicht von lauten Geräuschen geweckt und auch nicht von Mördern, die aktionsbereit an meinem Bett stehen. Und trotzdem wache ich voller Angst auf und brauche zwei Minuten, um mich zu orientieren und in die Realität zurück zu finden.

(Via)

Es ist das Perfekte, das mich zittern macht. Es ist die Uni, die besser läuft denn je. Meine Beziehung, die so stabil ist, dass ich mich fragen würde, ob ich meine Flegeljahre hinter mir gelassen habe, hätte ich sowas je gehabt – höhö. Auch alles andere läuft gut. So gut, dass ich sogar wieder genug Inspiration finde, um zusammen mit Kathy an unserem Buch zu schreiben, das wächst und gedeiht und bald an dem Punkt angelangt sein wird, an dem wir uns zufrieden zurücklehnen können, weil es nichts weiter zu schreiben gibt. Natürlich fängt dann die Überarbeitung an, aber auch das ist irgendwie zu schaffen.

Und jetzt sagt mir, wieso ich trotzdem an manchen Tagen völlig am Rad drehe und Angst habe, dass meine Wohnung in Flammen aufgeht, das Haus einstürzt, meiner Mama was passiert, Chris einen Autounfall baut, die Uni mich rauswirft oder meine Freunde der Reihe nach tot umfallen. Und noch viel wichtiger: Sagt mir, wie ich diese Angst abstellen kann! Viel lieber würde ich mein momentanes Glück nämlich genießen können.


  1. dann mach’ das doch. lebe heute, die zukunft kannst du sowieso nicht beeinflussen, alles kommt, wie es kommen soll. und wahrscheinlich ist das auch gut so.
    ich hab’ dich lieb und freue mich auf dich an weihnachten.

  2. Ich kann mich my sister nur anschliessen: Es wird kommen, wie es kommen soll. Also geniesse Dein Leben, aber renne der Angst nicht davon. Setz Dich in die Ecke und lass die Angst kommen, betrachte sie von allen Seiten und sie wird von alleine gehen, weil Du sie besiegt hast.Es ist viel passiert in den letzten Jahren, da ist es ganz normal, dass man mit Herzflattern aufwacht. Glaube an Dich, Du bist stark (schliesslich bist Du meine Tochter).
    Ich hab Dich lieb