Wieder daheim

28. Dezember 2010 • Kategorie: Alltag • Kommentare: 3
Wieder daheim

Seit gerade einmal einem Stündchen bin ich wieder daheim in Siegen und schon vermiss ich meine Mama so sehr, dass ich am liebsten sofort zu ihr zurück fahren würde, aber inzwischen hat sich so viel Arbeit angehäuft, dass ich das alles einfach nicht mehr fertig kriegen werde, wenn ich nicht bald mal nen Zahn zulege.

Als ich nach Hause kam, stolperte ich beinahe über ein Paket, das vor meiner Wohnungstür abgestellt worden ist. Überraschungen überfordern mich meistens und vermutlich war mein Blick dem entsprechend verwirrt, als ich die in großen Buchstaben geschriebenen Hinweise für meinen Postmenschen las, der das Paket gefälligst nicht fallen lassen, werfen oder aufessen sollte. In solchen Momenten werde ich immer ein wenig zum Kind und kichere leise vor mich hin. Stellt euch die Gesichter der Postmenschen vor, die das sahen.

Als ich jünger war, hatte ich eine Brieffreundin. Christina aus .. aus .. wow, ich habs vergessen. Aschersleben vielleicht? Nein, das wars nicht. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall hatte ich eine Brieffreundin – Christina, die nur Chrissi genannt werden wollte – und wir schrieben uns wöchentlich. Ich weiß gar nicht mehr, worüber wir schrieben, aber wir produzierten uns ständig vor der jeweils anderen mit dem neusten Diddl-Papier. Weil wir aber noch jung und klein und dementsprechend nett waren, schickten wir immer ein paar Bögen davon mit, damit die andere auch was davon hatte. Nur den Dosengrufti gab ich nie her.

Wie dem auch sei. Weil wir uns so viele Briefe schrieben und natürlich fest davon ausgingen, dass diese Briefe nur durch zwei Paar Hände gingen, ehe sie bei uns landeten – durch die ihres und die meines Briefträgers – schrieben wir den Menschen ab und zu ein paar kleine Zeilen auf die Umschläge.

Daran musste ich denken, als ich das Paket vom Konzerthelden bekam, der mir ganz viele Kinderbücher schickte und sogar einen kleinen Brief dazu packte. Und in dem Brief stand etwas, was mich ein wenig verlegen und glücklich lächeln ließ:

Sieh es einfach als Dankeschön dafür, dass du mich (und wohl auch etliche andere) mit deinem Blog und deinen Tweets an deinem Leben teilhaben lässt und immer wieder zum Lachen, aber auch manchmal zum Nachdenken bringst.

Ja .. Und weil mich das irgendwie ein wenig touchte, wie Bruce Darnell so schön sagen würde, wollte ich euch daran teilhaben lassen. Und jetzt muss ich Kinderbücher angucken, also seit brav, während ich mir die Zeit vertreibe, macht keinen Unfug und lächelt ein wenig, während mir gleich hoffentlich auch wieder zum Lächeln zumute ist.


  1. Wenn ich sowas lese muss ich lächeln. Schön. Und ich wünsche dir ganz viel Spaß mit den Kinderbüchern.

  2. Meine größte Sorge dabei war, dass das Gewicht des Paketes unzulässig hoch ist und der Paketbote Nachporto verlangen würde und du das Paket deshalb ablehnen würdest. :D Aber die tolle rudimentäre Waage war wohl gut genug… und der Artikel ist genau so einer, für die ich das geschrieben habe. :)