Who I Am

31.01.11

Gastartikel von jemandem, der lieber ungenannt bleiben möchte, an den ich hiermit aber ein großes Danke schicke, weil mir der Text so absolut aus der Seele spricht <3

Manchmal habe ich das Bedürfnis, mich zwischen zwei Menschen zu stellen, die gerade miteinander kommunizieren. Einfach so. Ohne jeglichen Sinn hinter dem Ganzen. Manchmal habe ich auch einfach Lust, mich unter meiner Decke zu verkriechen und niemanden an mich heran zu lassen. Dann wiederum möchte ich so sehr jemanden an meiner Seite wissen, dass es mich innerlich zerreißt ohne Rückstände, wenn niemand da ist, der sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt. Ich bin ein innerliches Wrack und ein Regenbogen. Ich kann nicht vorwärts, aber auch nicht zurück. Ich kann auf keiner Stelle stehen. Was passiert mit mir, wenn ich mich fallen lasse? Knalle ich auf den harten Boden des Lebens wieder zurück, oder ist da nicht doch jemand, der mich auffängt. Sei es auch nur intellektuell. Ich fange an zu weinen, ohne Grund. Einfach so. Lache innerhalb der nächsten paar Minuten jedoch auch wieder.

Manchmal überkommt mich ein Gefühl, dass ich fehl am Platze bin. Komplett. Ich habe Freunde. Sehr gute Freunde sogar, die mich in jeglicher Hinsicht unterstützen. Bin ihnen auch sehr dankbar dafür, ohne sie wäre das alles auch nicht ertragbar. Dennoch habe ich das Gefühl, dass ich jeden in meinen Umfeld nerve, obwohl ich es gar nicht mache. Es ist ein komisches Gefühl. überflüssig zu sein.

Mein Leben besteht aus purer Lebensfreude, die innerhalb von Sekunden in kleinste Bruchstücke zerfallen kann und kristallklar auf den Boden fällt in 1.000.000 Stückchen. Unheilbar. Ich bin an manchen Tagen über meine Gefühlswelt nicht mehr Herr bzw. Frau und bin froh, wenn ich hier ganz alleine vor mich hin hocken kann und mich in mir selber verkriechen kann, damit ich niemanden wehtue. Nebenbei sind da noch ein Haufen voller Ängste. Angst des Verlassenwerdens, der Einsamkeit, der Berührung, der Nähe, der stetigen Unruhe.

Das einzige, was mir momentan hilft, ist der Flucht-Schlaf. Gerne auch mal über 10 Stunden lang. Nur dort fühle ich mich sicher. Sicher in der viel zu großen Welt für mein kleines Herz, was so stark aber dennoch so unheimlich zerbrechlich ist.

Ich wünschte, ich wüsste, was mit mir los ist. Das würde alles so erträglicher machen.
Manchmal möchte ich in mich schauen, um zu wissen, was mein Leben da so bestimmt. Warum ich so bin. Wieso ich so handele, wie ich handele.

Ich möchte wissen, wer ich wirklich bin….


Kategorie: Gastbeitrag

Vielleicht, wenn alles anders wäre ..

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  1. ThatYvo

    Wunderschön und gleichzeitig tottraurig. Kann ich sehr gut nachempfinden… Danke für den Beitrag an wen auch immer ;o)

  2. Julia

    Es ist so wahr. <3

  3. Rolanja

    Sehr gut nach zu empfinden und wirklich auf eine Art traurig, aber dennoch nicht hoffnungslos.
    Und das ist gut so – denn es kommen auch wieder „klarere“ Zeiten! Versprochen ;)

  4. Laura

    Schön :)

  5. DreamCatcher

    Spricht mir irgendwie total aus der Seele. Sehr schöner Text!

  6. Phil

    Sehr, sehr schöner Text…
    kann mich vollkommen Julia anschliessen ;d

  7. Vortstadtprinzessin

    Genialer Text! Vielen dank an den/die Schreiber/in!

  8. Jana

    Der Text könnte von mir stammen. Allerdings nicht wörtlich, weil ich nicht ion der Lage wäre, meine Gedanken so gut in Worte zu packen.
    Ein toller Text!

  9. Anna

    <3

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