Ich kann Polaroidbildern einfach nichts abgewinnen. Weil es nun aber so ist, dass Chris und ich zusammenwohnen, er sogar direkt zwei Polaroidkameras hat und mich die Langeweile oft genug suchend durch die Zimmer treibt, hab ich .. ja, genau: Ein Polaroidbild gemacht. Und ich finds scheiße. Es ist hässlich. Wenn ich nicht wüsste, dass ich die kleinen Origami-Vögelchen fotografiert habe, die mein Bruder mir zu Weihnachten zu einem Mobile machte, dass ich mir an die Decke hängen kann, würde ich es nicht erkennen. Auch was die Farben angeht, find ich das ganze enttäuschend.
Das einzige, was ich an Polaroidkameras mag, ist das Geräusch. Dieses Klacken, nachdem man auf den Auslöser drückte und vorne das kleine Bild raus kommt.
Ich weiß noch, dass mein Dad früher eine Polaroidkamera hatte. Keine Ahnung, wohin die verschwunden ist. Sie war genauso hässlich wie die zwei Modelle, die Chris besitzt. Einfach nur ein ehemals grauer Kasten, der mit den Jahren ein nikotiniges Gelb angenommen hatte und sich leicht klebrig unter den Fingern anfühlte. Manchmal knipste ich wahllos irgendetwas, nur, damit ich das Klacken hören konnte, aber wie gesagt – irgendwann war die Kamera und mit ihr das Klacken verschwunden. Vermutlich war der Film leer gewesen und wir haben sie auf den Dachboden verfrachtet, bis sie dann irgendwann entsorgt wurde.