Silence

23. Februar 2011 • Kategorie: Alltag, Papa • Kommentare: 2
Silence

Da ist so viel Stille in meinem Kopf. Keine Worte, die nach draußen drängen.

Manchmal frage ich mich, ob ich mich selbst in dieser Stille verlieren werde. Nicht heute oder morgen, aber vielleicht irgendwann. Irgendwann wird die Stille in meinem Kopf so laut geworden sein, dass sie alles andere übertönt und entweder sterbe oder verstumme ich dann – definitiv wird aber irgendetwas enden.

Irgendwie scheint es im Moment so sinnlos, Gedanken zu Ende zu führen. Beispielsweise habe ich verschiedene Artikelentwürfe hier im Dashboard liegen, die Ideen fertig im Kopf, aber keinerlei Motivation, sie zu verschriftlichen, weil es so .. unzielführend ist. Stattdessen schreibe ich an meiner Bachelorarbeit bzw. komme aus der Recherche gar nicht mehr heraus, obwohl ich längst genug Literatur gefunden habe. Einen großen Bogen wollte ich um Ken Kesey (Autor von “Einer flog übers Kuckucksnest) und seine Kommune (Merry Pranksters) machen – vor allem aus dem Grund, weil die Guten so tief in die Drogenszene hinein gerutscht sind, dass ich schlicht weg keinen Bock hatte, das so ganz plakativ in meiner Arbeit aufzuführen, nur, weil ich halt zufällig über Hippies schreibe.

Tja, nun, gestern konnte ich dann doch nicht widerstehen und dachte mir, es reicht ja, wenn ich Ken Kesey als Negativbeispiel am Rande erwähne .. Natürlich musste ich im gleichen Atemzug dann auch noch Timothy Leary und Hunter S. Thompson erwähnen und ja, während man Leary und Kesey wunderbar als drogenverseuchte Negativbeispiele, Propagandamacher und Gesellschaftsverdreher darstellen kann, kann man von Thompson nicht einfach behaupten, dass er die Drogen schön geredet hat – tat er nämlich nicht. Irgendwann nach einer Seite kam mir dann der Gedanke, dass ich mich grad völlig verzettele, also bearbeitete ich erstmal einen anderen Gliederungspunkt weiter, bloß .. Dadurch hab ich das Problem natürlich nur von gestern auf heute verschoben und der Tag heute ist dem Tag der Abgabe noch näher, als der Tag gestern.

Und ihr so?


  1. Manchmal sind Stille und Schweigen, die angemessendste Reaktion.

    Geht mir zumindest gerade so. Seid gebändigt ihr Superlative! Ruhig, mein Herz, es ist noch reichlich Zeit zum Schlagen!

  2. Du machst das schon. Wenn du etwas aufschiebst, scheinbar ja nur, weil du etwas anderes schneller machen kannst. In der Zwischenzeit kannst du dir zu den anderen Punkten ja Gedanken machen, sollte für dich doch gar kein Problem sein ;)