Es ist schon wieder ein Weilchen her, dass ich das Buch las, aber weil ich es für so erwähnenswert hielt, legte ich damals – das war übrigens im November 2010 – bereits einen leeren Artikelentwurf im Dashboard an, weil ich wusste, ich würde es sonst vergessen. Tja, ich vergaß es trotzdem, aber .. besser spät als nie.
In dem Buch geht es – drückt man es mal ganz pauschal aus – um den Rassenhass, der in den 30er Jahren im Süden der USA stets präsent war und an dieser Stelle würd ich mir dann normalerweise ein leises „Nein, danke, mag ich nicht lesen“ denken, weil mich solche Bücher unglaublich traurig machen. Nun ist es aber so, dass das Buch 1. auf der Liste der Bücher steht, die man gelesen haben sollte – oke, das ist nicht wirklich ein Argument, ich weiß, aber man sollte es schon dazu sagen – und 2. es nicht „einfach nur“ um den damaligen Rassenhass geht. Es ist kein Buch, bei dem der Protagonist der einen oder anderen Seite zuzuordnen wäre, bei dem er die jeweils andere Seite hasst und seine Ansichten, seine Welt und sich selbst dem Leser erklärt. Vielmehr geht es um zwei Kinder – Geschwister – die damals aufwuchsen und deren Vater ein angesehener Anwalt war, der einen Farbigen vor Gericht gegen Vergewaltigungsvorwürfe verteidigte.
