Momentan versuch ich mich ja an kohlenhydratarmer Ernährung, wie die Leute wissen, die mir bei Twitter folgen. Das hat weniger was damit zu tun, dass ich abnehmen will – das Thema hatten wir ja erst – sondern viel mehr damit, dass Kohlenhydrate mich unglaublich müde machen. Wenn ihr mich einschläfern wollt, reicht es völlig, mir einen Teller mit Nudeln hinzustellen – spätestens eine Stunde später muss ich mich hinlegen und ein wenig schlafen, weil ich zu nichts anderem mehr fähig bin. Das ist natürlich besonders dann unangenehm, wenn man eigentlich den Tag über genug zu erledigen hätte und dank Kohlenhydratkoma zu nichts kommt. Deswegen also mein Ausflug in Richtung Low Carb.
Heute habe ich mich an einem Brot versucht, weil ich – überraschenderweise – zwar kein Problem damit habe, auf Nudeln, Reis, Kartoffeln etc. zu verzichten, mein Toast am Morgen dann aber doch ziemlich vermisse. Ziemlich sehr. So sehr, dass ich nun halt gebacken habe, obwohl Backen ja nicht so meins ist. Das Rezept habe ich gegoogled und letztendlich so verändert, wie es mir gefiel:
1 Glas Oliven (65g)
1 Hand voll in Öl eingelegte Tomaten
90g geschrotete Leinsamen
(1 EL Mehl, von dem ich im Nachhinein sagen kann, dass man auf den getrost verzichten kann)
4 EL Haferkleie
1 Päckchen Backpulver
250g Quark
7 Eier
1 EL Tomatenmark (in etwas heißem Wasser auflösen)
2 EL italienische Kräuter (gibts im Tiefkühlfach)
Sonnenblumenkerne
Jetzt wäre also so der Punkt, wo ich euch die unglaublich komplizierten Vermisch-Schritte erkläre, aber .. Es gibt keine. Man wirft einfach alles bis auf die Sonnenblumenkerne in eine Schüssel und verquirlt es mit dem Mixer. Die Oliven und Tomaten sollte man vorher natürlich klein schneiden, das wars dann aber auch schon an Arbeit. Der Teig wird dann in eine gefettete Form eurer Wahl gekippt und mit ein paar Sonnenblumenkernen bestreut. Was die Backzeit angeht, ist das Ganze natürlich sehr davon abhängig, was für eine Backform ihr benutzt, wie euer Ofen sich so benimmt usw. Deswegen hab ich einfach gar nicht auf die Zeit geachtet und nach ca. 30 Minuten mal mit der Gabel reingestochen – blieb nix kleben, war also fertig.
Das Rezept ist natürlich nur als Grundrezept zu sehen: Beispielsweise werde ich beim nächsten Mal die Oliven durch Salamistückchen ersetzen (ich steh nicht so auf Oliven) und auch mal was anderes als Tomaten probieren bzw. Parmesan in den Teig rühren.
Was ich allerdings zugeben muss: Einen Toastersatz hab ich damit jetzt nicht gefunden. Das „Brot“ schmeckt lecker und macht irre satt, aber ich könnte mir nicht vorstellen, es tatsächlich als „Brot“ zu behandeln und beispielsweise Käse etc. drauf zu machen. Da werd ich wohl noch weitersuchen müssen.
Ist sicher voll lecker mit Nutella. :D
Aber ernsthaft, das würde mir ja die Sorge nehmen immer Wurst oder Käse im Kühlschrank zu haben. :)
Hab das grad probiert mit Nutella. Stimmte gar nicht. :(
Ich weiß ja, was ich als nächstes backen werde!
Vielleicht findest du ja hier was:
http://blogblume.de/rezepte/rezepte-low-carb/
Unter Vorspeisen gibt´s einmal Knäckebrot und auch Brötchen.
Ich habe beides schon ausprobiert und das Knäckebrot schmeckt mir persönlich super!