Wenn man der Jugendlichkeit entsprungen ist, erwachsen wird, seine Rechnungen selbst bezahlt, sich mit Themen wie Haftpflicht- und Hausratsversicherung beschäftigt, dann weiß man eigentlich ziemlich genau, dass die Unbeschwertheit junger Jahre nun leider vorbei ist.
Man kann sicher viel Positives darin sehen, auf eigenen Beinen zu stehen, die Welt vielleicht etwas besser zu verstehen und endlich zu wissen oder zu glauben, dass man weiß, worauf es wirklich ankommt. Man kann sich kaufen, was man möchte – sofern das Geld reicht – und muss niemandem mehr Rechenschaft darüber ablegen, wieso und was und warum und wieso nicht anders.
Wunderbar. Theoretisch. Jedoch nicht für mich. Seit bereits 3 oder 4 Jahren schmerzt es mich so heftig: Ich werde in meinem Leben nie wieder diese Unbeschwertheit leben können, die ich als Kind und als Jugendliche leben konnte. Klar, das innere Kind bleibt bestehen. Bei mir sowieso nicht zu knapp. Ich gehe ab und zu immer noch in die Spielzeugabteilung und schaue mir Barbie-Puppen an. Aber das Gefühl, wenn ich eine Neue wie eine Beute nachhause getragen habe, diese pure Erfüllung wegen etwas in Form gegossenem Plastik… das kommt nicht mehr. Ich werde nicht mehr das Gefühl innerer Wärme spüren, an dem Tag, an dem die Sommerferien beginnen. Die Luft schon glitzert und man weiß: Das wird ein richtig guter Sommer. Bis mittags Schlafen und abends mit Freunden rumhängen. Zu acht in meinem Kinderzimmer übernachten und morgens von Mama böse Blicke ernten, weil man sich unbedingt bis 4:30 Uhr unterhalten musste. Nein – das kommt nicht mehr.
Ich könnte das jetzt endlos ausführen, in Erinnerungen und erinnerten Gefühlen schwelgen. Manchmal, wenn ich so richtig darin aufgehe, kommt das warme Gefühl in der Magengrube wieder hoch, aber nur ganz sanft und mit der Stimme im Hintergrund „Das ist leider vorbei“… das macht mich so wahnsinnig traurig. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze nicht zu magisch sehe, ich kann nur meine Empfindungen beschreiben und die klatschen mir mit flacher Hand ins Gesicht: Aua – ich bin erwachsen.








