Lieber Weihnachtsmann,
eigentlich ist es irgendwie komisch, an dich zu schreiben, weil wir in unserer Familie immer an das Christkind geglaubt haben und du eigentlich nur dann eine Rolle gespielt hast, wenn der Fernseher lief und Hollywood auf dich aufmerksam machte.
Nichts desto trotz schreib ich dir jetzt einen Brief, weil ich nämlich einen Wunsch habe und ich blogge den Brief, weil du ihn dann vielleicht liest oder jemand, der reich ist und in deinen Diensten steht.
Meine Mama ist super. Als ich klein war, hat sie meinem Bruder und mir Manieren beigebracht. Ich weiß noch, dass die Leute immer ganz verblüfft waren, weil wir so brave Kinder waren. Sagt Mama zumindest und du weißt ja, dass Mütter nie lügen.
Als wir dann größer wurden, wurde vor allem ich sehr schwierig und während mein Dad das Ganze von außen betrachtete und sich vielleicht Sorgen machte, aber nie meckerte, trieb ich meine Mama an die Grenzen des Wahnsinns. Mit allem, was ich tat, machte ich ihr ein wenig mehr Angst und brachte sie dazu, immer strenger und meckeriger zu werden, weil sie sich solche Sorgen um mich machte. Den Dreh hab ich zwar inzwischen gekriegt und schwierig bin ich in der Form auch nicht mehr, aber ich weiß, dass das für sie immer schwer war.
