Geschrieben #8

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that?

Huschende Bewegungen im Treppenhaus, ihrer Heimlichkeit gescholten, wenn Möbel laut polternd gegen Wände, Geländer und Ecken schlagen. Leises Fluchen, dessen Lautstärke mit zunehmendem Tag ebenfalls steigt, gepaart mit beginnendem Lachen und endenden Tränen.

Der eine geht, die andere kommt. Kein Abschiedsschmerz flattert über die geschlossenen Lider deiner Augen, da nur das eine Fremd durch ein anderes ersetzt wird, ein Puzzle aus Nennern des Unbekannten bildet, dessen Stücke nicht wirklich passen und doch ein Ganzes bilden, dem man die Falschheit nicht ansieht.

Der trockene, alte Geruch des Hauses, der von keinem Bewohner überlagert wird, liegt im Geländer gefangen und wickelt sich gelangweilt um die metallbröckelnden Stäbe. Das Stampfen der Füße, das Knarren der Treppe und die schlagenden Türen – sie ähneln sich, reichen einander die Hände und begrüßen sich wie alte Freunde.

Eine Spur des Gekannten entsteht, die erst vor den Wohnungstüren endet, denn dort hinter begrüßt jeder sein eigenes Fremd.

Weiterlesen →

Geschrieben #7

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? Zitternder Stoff auf kalter Haut – ein Herzschlag für den anderen, ein leichtes Beben und die Angst, mit Worten den Moment zu zerstören. Ein Atemzug kürzer, um dein Ausatmen zu hören. Ein kurzer Seitenblick – duWeiterlesen →

Geschrieben #6

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? „Ich hab mich ein bißchen gehen lassen.“, flüsterte sie tonlos und wären ihre Augen noch in der Lage gewesen, Gefühle zu übermitteln, hätte ein schuldbewusster Ausdruck in dem klaren Grün gelegen. „Nur ein bißchen.“, wiederholte sieWeiterlesen →


Geschrieben #5

25. Dezember 2010 ˙ Kategorie: Geschrieben ˙ Kommentare: 0

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? Taumle durch die Nacht, laufe gegen die weißen Wolken, die warm zwischen meinen Zähnen hindurch fallen, um vor mir zu erstarren. Eiswürfel klappern in meinem Kopf, Kalt kondensiert in meinen Augenwinkeln, löst sich zapfend fließend, fälltWeiterlesen →

Geschrieben #4

23. Dezember 2010 ˙ Kategorie: Geschrieben ˙ Kommentare: 0

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? Rosentanzende Glut auf deinen schimmernden Augenfarben, die singende Worte des Leids in meine Richtung verströmen. Wie ein altbekannter Freund trifft der Duft auf meine gewölbten Nasenflügel mit fehlenden Federn und zitternder Sehnsucht. Abgeschreckt vom Schmerz kehrWeiterlesen →


Geschrieben #3

21. Dezember 2010 ˙ Kategorie: Geschrieben ˙ Kommentare: 0

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? Kleine halb durchsichtige Halbmonde liegen vergessen in den Schatten deiner Fingernägel. Kratzende Hoffnung auf der gestärkten Leinendecke, die dem Druck deiner Hände nachgibt. Du hinterlässt warme Spuren auf Wegen, die außer dir keiner beschreiten wird. WieWeiterlesen →

Geschrieben #2

20. Dezember 2010 ˙ Kategorie: Geschrieben ˙ Kommentare: 0

Interviewer: Your words are supposed to have a subtle message … Bob Dylan: Subtle message? Where’d you hear that? Deine Augen, voll von geflüsterten Versprechungen, die wie Tau von deinen Wimpern tropfen, ohne jemals deine Zunge zu berühren – doch dafür meine. Rosanass auf ebensolcher Glitzerspur. Salzige Freude mit Schmerz im Nachgeschmack, als Versprechungen zuWeiterlesen →