Ich habe nachgedacht. Sicher habt ihr bemerkt, dass es hier in den letzten Wochen ein wenig stiller geworden ist und ja, teilweise lag das daran, dass ich viel zu tun hatte und nicht wusste, was ich schreiben soll, aber da gibt es noch einen anderen Punkt, der mich beschäftigt: Die Lesermischung.
Ich weiß nicht mal mehr genau, wie es dazu kam, aber während aHeadwork anfangs nur von Leuten gelesen wurde, die selbst auch bloggen, hat sich das in den letzten Monaten rapide verändert. Erst waren es meine Ma und meine Tante, die ihren Weg hier hin fanden – das ist in den meisten Fällen oke. Dann bekam ich mit, dass sporadisch wohl auch meine Schwiegereltern mal vorbei schauen – auch das ist in den meisten Fällen oke. Nach und nach mischten sich allerdings auch alte Freunde unter meine Leser, die heute nur noch Bekannte sind, was aber nichts daran ändert, dass wir eine gemeinsame Vergangenheit haben. Irgendwie. Und, wie ihr euch vielleicht denken könnt, ist auch das in den meisten Fällen oke, aber was ich festgestellt habe, ist: Es reicht mir nicht, dass es nur in den meisten Fällen oke ist.
Auf einmal spüre ich eine Starre in mir, wenn ich zum Schreiben ansetze. Auf einmal frage ich mich: Wer bist du, der du das hier liest? Wer bist du mal für mich gewesen? Wer könntest du mal für mich sein? Fühlst du dich angesprochen? Könnte es sein, dass ich dich sogar erwähnte und dir das vielleicht gar nicht gefällt?