…, um der alten Zeiten willen.

Oh Gott, was ist aus dir geworden?

Kennt ihr das: Ihr unterhaltet euch – grundlos, zufällig, ungeplant und irgendwie gestelzt – plötzlich mit einem „alten Freund“, einem Gesicht der Vergangenheit und schon nach den ersten paar Sätzen fragt ihr euch, was zum Teufel aus ihm/ihr nur geworden ist? Da ist nichts mehr, was euch verbindet. Nichts mehr, was daran erinnert, dass ihr mal wart, was ihr wart. Und obwohl euch euer Gegenüber bekannt ist, ihr sein Gesicht, seine Mimik und Gestik kennt, ist es ein Fremder. Ein Fremder, mit dem ihr nichts mehr gemein habt. Dem ihr anmerkt, dass er sich auch nicht zurück erinnern will und der deutlich macht, dass Sätze wie „Weißt du noch …“ ins Leere führen werden, weil da nichts ist, was er noch wissen will.

Wo ist der Mensch, den ich mal kannte?

Es ist seltsam, wenn ich dich so reden höre und die Grundzüge des Menschen erkenne, der mal mein Freund war, aber auch nur die. Nicht mehr. Als hätte man all das von dir herunter gezogen, was einmal war und nur das Grundgerüst zurückgelassen, auf dem von Null an neu aufgebaut wurde. Alles scheint ein bißchen verdreht, ein bißchen abgewandelt. Ein bißchen falsch und nicht passend. Als hätte jemand deine Ränder verbogen, sodass sie nicht mehr in meine passen.

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Ach, Geburtstage

Mein Dad mochte seinen Geburtstag nicht. Zumindest hat er immer so getan, als würde er ihn hassen. Schon Wochen vorher fing er an, uns daran zu erinnern, dass er sich nichts wünscht. Dass er auf keinen Fall will, dass wir jemanden einladen. Geschenkt haben wollte er auch nichts. Manchmal machte er Witze darüber, dass wirWeiterlesen →

Haarprobleme und Ponies

Ich hab mir das so überlegt: Ich bin jetzt 23 Jahre alt. Meine Zeit, in der ich irgendwelche Faux-pas noch mit meiner Jugend entschuldigen kann, ist fast vorbei. Sachen wie „Ich zieh jetzt mal dieses irre enge Teil an und lauf rum wie eine Presswurst“ oder „Ach, hab ich halt mal so eine Phase inWeiterlesen →


Die Unwegsamkeiten des Halmaspiels

16. Juni 2011 ˙ Kategorie: Kindheit ˙ Kommentare: 3

Als ich klein war, spielten wir Spiele. Die typischen Spiele, die wohl jede Familie mal auf den Tisch kriegt: Phase 10, Alhambra, Mensch ärger dich nicht … Es gab kein Ritual. Keinen festen Abend, an dem die Spiele ausgepackt wurden, sich alle versammelten und es losging. Es gab nichts geplantes, nur den Zufall, der unsWeiterlesen →

Ich ziehe Kleider an, obwohl meine Knie knubbelig sind

Ich fühl mich wohl mit mir. Ich fühl mich wohl und das war nicht immer so – im Gegenteil. Als ich zur Grundschule ging, fing das Mobben an. Ich war nie dünn und vermutlich werd ich das auch nie sein, aber ich wollte es immer sein. Zumindest glaubte ich das. Inzwischen denke ich, dass ichWeiterlesen →


Da war doch mal was

27. Februar 2011 ˙ Kategorie: Kindheit ˙ Kommentare: 5

Kennt ihr diese Episoden von irgendwann aus eurem Leben, die euch auch nach Monaten oder Jahren noch nicht losgelassen haben? Ich meine nicht unbedingt, dass euch jeden Tag verfolgen, in jeder Sekunde präsent sind und euch das Leben zur Hölle machen, sondern Dinge, die einem immer mal wieder kurz einfallen, ehe sie dorthin verschwinden, woWeiterlesen →

Unterführung

Wir gehen den nassen Weg entlang, der hinten am Park vorbei führt. Unsere Familie hat selten Spaziergänge gemacht. Sicher gab es einen Grund dafür, dass wir uns dort befanden, aber ich erinnere mich nicht. Das Laub klebt feucht und ein wenig glitschig am Boden, nur die Meter, die unter der Unterführung hindurch führen, sind freiWeiterlesen →