(Via)
Mit den Füßen wippend sitze ich auf dem Stuhl, der mir noch viel zu groß ist, sodass meine Beine den Boden nicht erreichen. Meine Aufregung unterdrückend beuge ich mich tief über das noch weiße Papier auf der Tischplatte vor mir und wie immer, wenn ich mich konzentriere, schleicht meine Zungenspitze sich immer weiter nach vorne, bis auch der Dümmste merkt, wie fokussiert ich bin. Die größten Teile des Prittstiftes landen an meinen kleinen Fingern, als ich die Rückseite eines Papierstückes damit einschmiere. Ich hebe es an, will es auf das weiße Blatt kleben und muss erstmal darum kämpfen, es von meinen klebrigen Fingern zu lösen. Ein Blick zur Seite zeigt mir: Bei meinem jüngeren Bruder kleben die ersten Fetzen bereits akurat nebeneinander auf dem Blatt und ich weiß, dass es bei mir am Ende nicht so aussehen wird. Wild verteilt kleben schließlich einige Fetzchen bei mir, wesentlich mehr bei ihm.
