Endlich hat ihn Deutschland wieder: Einen vernünftigen Philosophen-Streit. Nach all den Wattebäuschen fliegen vernünftigerweise wieder Hämmer durch die Feuilletons der bundesrepublikanischen Stimmungsmacherinstanz Nummer 1: Den Zeitungen. Ausgelöst wurde alles durch diesen Artikel des Feuilleton-Stargasts (ein sehr tendenziös gehaltener Überblick über die Debatte findet sich hier, einige Links funktionieren nicht mehr, aber die Überschriften der Artikel sind dabei), dessen Hauptargument folgendes ist:
Tatsächlich besteht derzeit gut die Hälfte jeder Population moderner Nationen aus Beziehern von Null-Einkommen oder niederen Einkünften, die von Abgaben befreit sind und deren Subsistenz weitgehend von den Leistungen der steueraktiven Hälfte abhängt. [...] Die einzige Macht, die der Plünderung der Zukunft Widerstand leisten könnte, hätte eine sozialpsychologische Neuerfindung der „Gesellschaft“ zur Voraussetzung. Sie wäre nicht weniger als eine Revolution der gebenden Hand. Sie führte zur Abschaffung der Zwangssteuern und zu deren Umwandlung in Geschenke an die Allgemeinheit – ohne dass der öffentliche Bereich deswegen verarmen müsste.