Auf zu neuen Ufern

16. Oktober 2011 • Kategorie: Alltag, Uni • Kommentare: 0

Fingernägel, die auf matten Holzplatten klackern, sodass sich mir die Nackenhärchen aufstellen. Der Raum ist viel zu warm. Wieso frieren Frauen immer? Würdet ihr mehr essen, käme die Kälte nicht so tief in euch hinein. Plastikjacken knistern, vollgezogen mit Elektrizität, aufgeladen in der Enge des Busses. Fliegende Haare, zart in der Luft, kitzelnd an nackter Haut.

Ich schweige in den Raum hinein, aber das Schweigen der anderen ist lauter. Gesagtes könnte ungesagt bleiben. Vor lauter Inhaltslosigkeit wird mir ein wenig übel. Lieber stumpf zustimmen und Nichts in Worte verpacken, als die Anstrengungen eines Widerspruchs auf sich zu nehmen. Menschen, die folgen. Reden, um der Langeweile zu entgehen und dabei merken, dass man Meinungen nicht teilt. Das Schweigen wird lauter im Außen, aber leiser im Innen.

Das Leben in diesem Abschnitt ist ruhiger. Als wären die Anstrengungen des Lebens in die vorherigen drei Jahre gepackt worden, um jetzt erleichtert und ernüchtert durchatmen zu können. Keine Hektik mehr, die antreibt. Stattdessen ruhiges Interesse und das Wissen, dass da schon was ist. Zusammengefaltet und klein liegt es unter unseren Ärschen, zusammen mit der Sicherheit, sich darauf ausruhen zu können. Der einzig gebliebene Antrieb ist der, das zwei Kissen unterm Arsch bequemer sind als eins. Mit diesem Gefühl in das Masterstudium zu starten ist neu, aber die Grenze zwischen ruhiger Sicherheit und trauriger Gleichgültigkeit ist so eng, dass ich nicht vergessen kann, dass mir beim Fallen aus einer gewissen Höhe das Steißbein bricht, wenn nur ein Kissen meinen Arsch schützt.

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To do or not to do

14. März 2011 ˙ Kategorie: Internet, Uni ˙ Kommentare: 1

„Ich mach das schon. Ich erledige das.“ – Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz in letzter Zeit gehört habe – aus meinem eigenen Mund – und wie noch viel mehr oft ich dann Tage später da saß und mir dachte „Fuck, Moment, da war doch was.“ Ja, da war doch was. Es istWeiterlesen →

Bachelor-Endspurt

6. März 2011 ˙ Kategorie: Uni ˙ Kommentare: 1

Immer, wenn ich im Wohnzimmer sitze und die Musik ganz besonders laut stelle, muss ich an meinen Dad denken, weil das eine unserer Gemeinsamkeiten war – Musik hört man laut. Laut oder eben gar nicht. Das Beste ist es natürlich, wenn man Musik nicht nur laut hört, sondern auch im offenen Cabrio, aber da ichWeiterlesen →


Es ist vorbei.

25. Februar 2011 ˙ Kategorie: Uni ˙ Kommentare: 5

Kennt ihr das, wenn ihr „euer Leben lang“1 an etwas glaubt. Wenn ihr tief in eurem Inneren so sehr davon überzeugt seid, dass es völlig gleichgültig ist, was euch andere dazu sagen, weil selbst die logischste Logik einfach nicht gegen das Gefühl ankommt, was ihr tief in euch habt? Und dann, ganz plötzlich oder heimlichWeiterlesen →

Ich verstehe nicht.

2. Februar 2011 ˙ Kategorie: Uni ˙ Kommentare: 2

Ich dachte, wir beschäftigen uns heute mal mit Dingen, die man nicht versteht. Also ich meine jetzt nicht so etwas wie die Israel-Palästina-Sache – die ich btw wirklich nie verstehen werde – oder schwarzen Löchern – die bestimmt irgendwie mit Zahlen und rechnen zu tun haben – sondern von ganz alltäglichen Dingen, die einfach unverständlichWeiterlesen →


Ich hasse Klausuren.

31. Januar 2011 ˙ Kategorie: Uni ˙ Kommentare: 10

Heute wäre ich gerne einer dieser von sich selbst überzeugten Studenten, die irgendwann vormittags aufwachen, sich kurz strecken, gut gelaunt unter die Dusche hüpfen, um anschließend eine Klausur zu schreiben – natürlich völlig gelassen auf den Sitzen hängend und fast schon gelangweilt die Fragen beantwortend. Stattdessen bin ich – wie eigentlich immer – ein Nervenbündel.Weiterlesen →

Durcheinander

30. Januar 2011 ˙ Kategorie: Fotos, Uni ˙ Kommentare: 1

Eigentlich müsste man meinen .. Moment, erst möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ich den Artikel schon wieder mit einem “Eigentlich” beginne. Oke, weiter: Eigentlich müsste man meinen, dass es zum Ende eines Studiums hin leichter wird. Dass die Reihen sich lichten, man wieder ein wenig durchblicken und -atmen kann. Aber genauso, wie sich nichtWeiterlesen →