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		<title>Growing up.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 12:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>

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		<description><![CDATA[via. Wenn man der Jugendlichkeit entsprungen ist, erwachsen wird, seine Rechnungen selbst bezahlt, sich mit Themen wie Haftpflicht- und Hausratsversicherung beschäftigt, dann weiß man eigentlich ziemlich genau, dass die Unbeschwertheit junger Jahre nun leider vorbei ist. Man kann sicher viel Positives darin sehen, auf eigenen Beinen zu stehen, die Welt vielleicht etwas besser zu verstehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/kellijoanne/4822530303/in/photostream/"><img class="alignnone" src="http://farm5.static.flickr.com/4117/4822530303_8f34f60675.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.flickr.com/photos/kellijoanne/4822530303/in/photostream/" target="_blank">via.</a></p>
<p>Wenn man der Jugendlichkeit entsprungen ist, erwachsen wird, seine Rechnungen selbst bezahlt, sich mit Themen wie Haftpflicht- und Hausratsversicherung beschäftigt, dann weiß man eigentlich ziemlich genau, dass die Unbeschwertheit junger Jahre nun leider vorbei ist.</p>
<p>Man kann sicher viel Positives darin sehen, auf eigenen Beinen zu stehen, die Welt vielleicht etwas besser zu verstehen und endlich zu wissen oder zu glauben, dass man weiß, worauf es wirklich ankommt. Man kann sich kaufen, was man möchte – sofern das Geld reicht – und muss niemandem mehr Rechenschaft darüber ablegen, wieso und was und warum und wieso nicht anders.<br />
Wunderbar. Theoretisch. Jedoch nicht für mich. Seit bereits 3 oder 4 Jahren schmerzt es mich so heftig: Ich werde in meinem Leben nie wieder diese Unbeschwertheit leben können, die ich als Kind und als Jugendliche leben konnte. Klar, das innere Kind bleibt bestehen. Bei mir sowieso nicht zu knapp. Ich gehe ab und zu immer noch in die Spielzeugabteilung und schaue mir Barbie-Puppen an. Aber das Gefühl, wenn ich eine Neue wie eine Beute nachhause getragen habe, diese pure Erfüllung wegen etwas in Form gegossenem Plastik… das kommt nicht mehr. Ich werde nicht mehr das Gefühl innerer Wärme spüren, an dem Tag, an dem die Sommerferien beginnen. Die Luft schon glitzert und man weiß: Das wird ein richtig guter Sommer. Bis mittags Schlafen und abends mit Freunden rumhängen. Zu acht in meinem Kinderzimmer übernachten und morgens von Mama böse Blicke ernten, weil man sich unbedingt bis 4:30 Uhr unterhalten musste. Nein – das kommt nicht mehr.</p>
<p>Ich könnte das jetzt endlos ausführen, in Erinnerungen und erinnerten Gefühlen schwelgen. Manchmal, wenn ich so richtig darin aufgehe, kommt das warme Gefühl in der Magengrube wieder hoch, aber nur ganz sanft und mit der Stimme im Hintergrund „Das ist leider vorbei“… das macht mich so wahnsinnig traurig. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ganze nicht zu magisch sehe, ich kann nur meine Empfindungen beschreiben und die klatschen mir mit flacher Hand ins Gesicht: Aua – ich bin erwachsen.</p>
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		<title>Elfenhaus</title>
		<link>http://aheadwork.de/2010/08/31/elfenhaus/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 19:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das Haus sieht aus wie aus Blättern!“ „Da haben früher Elfen gelebt.“, sagt er und lächelt dieses Lächeln, das man Kindern automatisch schenkt, wenn man sie liebt. Dieses Lächeln, das einfach nur bedingungslose Liebe und Schutz zusichert und niemand mehr verdient hat als ein Kind. „Und warum sind sie weggegangen?“1 „Siehst du das Fenster da? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/aheadworkblumenbunt.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4670" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/aheadworkblumenbunt-250x167.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a> <a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/aheadblumen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4664" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/aheadblumen-250x167.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a></p>
<p>„Das Haus sieht aus wie aus Blättern!“</p>
<p>„Da haben früher Elfen gelebt.“, sagt er und lächelt dieses Lächeln, das man Kindern automatisch schenkt, wenn man sie liebt. Dieses Lächeln, das einfach nur bedingungslose Liebe und Schutz zusichert und niemand mehr verdient hat als ein Kind.</p>
<p>„Und warum sind sie weggegangen?“<sup class="footnote"><a href="#fn-4661-1" id="fnref-4661-1">1</a></sup></p>
<p>„Siehst du das Fenster da? Das haben Menschen in ihr Haus gebaut. Elfen mögen keine Menschen, deshalb sind sie gegangen.“</p>
<p>„Wieso mögen sie keine Menschen?“</p>
<p>„Weil Menschen glauben, dass ihnen alles gehört.“</p>
<p>„Aber wenn das Haus doch den Elfen gehört hat?“</p>
<p>„Das war den Menschen egal.“</p>
<p>„Mir wird sowas nie egal sein!“</p>
<p>„Dann bist du vielleicht eine Elfe.“
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-4661-1'>ihre Stimme klingt so ernst, dass ich mit lächeln muss. Irgendwann verliert man diese unendliche Ernsthaftigkeit in Gesprächen, aber das Mädchen hat sie noch. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4661-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>5 einhalb Phasen des Grauens.</title>
		<link>http://aheadwork.de/2010/08/30/5-einhalb-phasen-des-grauens/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage und Wochen waren anstrengend. Während mein Geist sich immer drängender nach Weit-Weg, Urlaub und verreisen sehnte und ein gigantisches Fernweh entwickelte, schrumpfte im selben Maße mein Kontostand. Das Schrumpfen des Kontostandes lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen. 0. Der Monat wird aber anders. Jeden Monat nehme ich mir erneut vor, diesmal umsichtiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage und Wochen waren anstrengend. Während mein Geist sich immer drängender nach Weit-Weg, Urlaub und verreisen sehnte und ein gigantisches Fernweh entwickelte, schrumpfte im selben Maße mein Kontostand. Das Schrumpfen des Kontostandes lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen.</p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC01985.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4658" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC01985-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /></a></p>
<p><strong>0. Der Monat wird aber anders.</strong></p>
<p>Jeden Monat nehme ich mir erneut vor, diesmal umsichtiger mit meinem Geld umzugehen. Diese nicht vollwertige und deswegen nur als halbe Sache angesehene Phase tritt willkürlich immer und immer wieder auf, wird aber gekonnt ignoriert, verdrängt, vergessen, verflucht und beweint.</p>
<p><strong>1. Oh, wo ist mein Geld hin?</strong></p>
<p>Phase 1 ist noch nicht weiter tragisch. Ich schaue auf mein Konto, finde etwa 20 Euro weniger, als ich erwartet hatte, wundere mich leise über meine Geldausgaben, die doch gar nicht so exzessiv waren, bringe meine Verwirrung mit einem Grummeln zum Ausdruck, das eher einem Kwietschen gleicht und schließe die Seite, um anschließend etwas zu kochen, was billig ist.</p>
<p><strong>2. Verdammt, das kann doch nicht sein.</strong></p>
<p>In Phase 2 wird das ganze schon tragischer. Meine Vorstellungen weichen nun etwa 50 Euro vom tatsächlichen Kontostand ab &#8211; das Glas ist inzwischen nur noch an guten Tagen als halbvoll zu bezeichnen und kleine Ausgaben für Erfreulichkeiten wie Nagellack oder die tolle Wurst von der Metzgertheke fallen weg.</p>
<p><strong>3. Scheiße, das kann nicht wahr sein!</strong></p>
<p>Wir nähern uns in Phase 3 bereits dem Punkt 0 Euro. In heutigen Zeiten bedeutet das natürlich nicht, dass das alles war &#8211; schließlich hat ja jeder sein mehr oder weniger großes Dispot eingerichtet &#8211; aber alles weitere, was von nun an ausgegeben wird, fehlt uns dann natürlich im Folgemonat. Meine Kontostandvorstellungen weichen hier etwa 80 Euro vom tatsächlichen Stand ab und gleichzeitig wird die Seite öfter aufgesucht &#8211; kommt von irgendwoher Geld?</p>
<p><strong>4. O_O Meeeeeh!</strong></p>
<p>Phase 4 ist dann spätestens nicht mehr lustig. Das Minus ist erreicht, befindet sich jedoch noch im -10 bis -20 Euro Bereich. Mit etwas Glück befinde ich mich erst in Phase 4, wenn bereits alle Rechnungen gezahlt sind, was wichtig ist, weil ich mich weigere, solche Dinge zu stunden &#8211; bloß nicht noch mehr Schulden anhäufen &#8211; und weil Rechnungen nicht zahlen können einfach übelst peinlich ist. By the way wird mich diese Einstellung mal weit bringen, weil ich meine Rechnungen immer bezahlt haben werde und keine Menschen an meiner Tür klopfen können, die mir mein Hab und Gut klauen.</p>
<p><strong>5. Bitte, Ende des Monats, wo bleibst du denn?</strong></p>
<p>Die letzte Phase erreiche ich relativ selten. Meine Vorstellungen des Kontostandes weichen noch immer von der Realität ab &#8211; jetzt aber andersrum. Statt zu viel Geld auf dem Konto zu vermuten, vermute ich dort zu wenig, was gut ist, weil ich dadurch natürlich weniger ausgebe. Der Blick auf die Online-Banking Seite wird seltener &#8211; das Elend will ich mir nicht antun. Ich bezahle im Supermarkt bereits die halbe Rechnung mit Pfandflaschen und freue mich jedes Mal darüber, dass ich sonst immer zu faul dazu bin, meine Flaschen wegzubringen. Andere haben einen Notfallgroschen unter dem Kissen liegen &#8211; ich sammel meine Pfandflaschen.</p>
<p>Aber wie dem auch sei &#8211; trotz des nicht zufriedenstellenden Kontostande habe ich Fernweh und das schon seit einer viel zu langen Zeit. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal Urlaub gemacht habe, überlege an Blindbooking Angeboten, die ich mir leisten könnte &#8211; wäre da nicht auch noch das Hostel, was man bezahlen muss &#8211; und schwelge in Träumen von fernen Ländern und Städten, die eigentlich gar nicht so fern sein müssen, solange sie nur anders, weg von Siegen und fremd sind.</p>
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		<title>Auf Probe: Vergessen</title>
		<link>http://aheadwork.de/2010/08/27/auf-probe-vergessen/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 19:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gesungene Flüsse aus Kristall, die aus dem Mund der dicken Frau strömen. Ein Mund, der aufgerissen ist wie das gierige Maul einer Höhle. Nach hinten hin immer dunkler werdend und das feuchte Glitzern ist zugleich verheißungs- und unheilvoll &#8211; zumindest solange wir uns metaphorisch noch in den Kreisen der Höhle bewegen, nicht denen der dicken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesungene Flüsse aus Kristall, die aus dem Mund der dicken Frau strömen. Ein Mund, der aufgerissen ist wie das gierige Maul einer Höhle. Nach hinten hin immer dunkler werdend und das feuchte Glitzern ist zugleich verheißungs- und unheilvoll &#8211; zumindest solange wir uns metaphorisch noch in den Kreisen der Höhle bewegen, nicht denen der dicken Frau, deren Kristallgesang in der Luft zerbricht und nur niesende Löwenzahnpollen hinterlässt, die zusammen mit meinen Kindheitsträumen davonfliegen. Leicht genug, um abzuheben und doch mit einer Schwere, die mir im Alter die Schultern nach vorne zerren wird, unerbittlich Richtung Boden, als befände sich dort, was ich verloren habe und nur der krumme Gehstock in meiner Krallenhand, angeblich handgeschnitzte und mit dem Wort „Unikat“ versehen, holt mit griesgrämigen Schlägen die Erinnerung an Vergessenes zurück.</p>
<p>Da ist dieser Kerl. Wenn er schreibt, will ich ihn fressen, um so zu schreiben, wie er schreibt. Dann erinnere ich mich, dass ich früher das Buch mit Hannibal Lecter mochte und schelte mich ob meiner stereotypen Gedankengänge. Danach kichere ich ein wenig, vergesse, worüber ich nachgedacht habe und kaufe mir ein Überraschungsei, um die Schokolade mit ihren Kalorien wegzuwerfen und so zu tun, als wäre es gar nicht so einfach, das Spielzeug zusammenzubauen. Anders, wenn im Inneren eine Figur war: Dann trauere ich der Schokolade hinterher, weil sich mir keine Entschädigung für die Figurenttäuschung bietet. Das vergess ich dann aber auch.</p>
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		<title>Bier und Weinschorle</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 10:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Und dann auf einmal kam der Abend, an dem ich mich entschloss, eine Weinschorle zu trinken. Stiller machte Chris und mich auf diese Seite aufmerksam, die Bier als Bier und Weinschorle als Weinschorle verkauft. Kein ekelhaft anglizistischer Name wie CaB, kein Fantasiename wie Becks1, nein, einfach nur Bier und Weinschorle. Freundlicherweise stellten sie uns dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann auf einmal kam der Abend, an dem ich mich entschloss, eine Weinschorle zu trinken.</p>
<p><a href="http://thestiller.de/">Stiller</a> machte <a href="http://www.polaroidmedchen.de/">Chris</a> und mich auf <a href="http://www.bierbier.org/website/">diese Seite</a> aufmerksam, die Bier als Bier und Weinschorle als Weinschorle verkauft. Kein ekelhaft anglizistischer Name wie CaB, kein Fantasiename wie Becks<sup class="footnote"><a href="#fn-4623-1" id="fnref-4623-1">1</a></sup>, nein, einfach nur Bier und Weinschorle. Freundlicherweise stellten sie uns dort ein kleines Paket mit einigen Probierflaschen zusammen &#8211; danke noch einmal an dieser Stelle &#8211; und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt.</p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05161.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4624" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05161-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></a></p>
<p>Ebenso minimalistisch gestalten sich auch die Inhaltsstoffe: Weinschorle enthält &#8211; wer hätte das gedacht &#8211; Weißwein (schmeckt verdächtig nach einem Rieslingweißwein) und Mineralwasser. Kein Wort von Geschmacksverstärkern oder Konservierungstoffen, sondern schlichte, simple Weinschorle, die genau das ist, was sie vorgibt zu sein. Geschmacklich exakt das, was man erwarten darf: Weinschorle. Spritzig und frisch, ein wenig fruchtig, aber weder zähneverklebend süß noch geschmacksverstärkt eklig.</p>
<p>Nebenbei bemerkt eignet die gute Weinschorle sich auch wunderbar dazu, sich aus Versehen zu betrinken, was vielleicht aber auch damit zusammen hängt, dass ich so ziemlich nie Alkohol zu mir nehme und die relativ kleine Flasche mit ganzen 6,5% aufwartet &#8211; huiuiui. Nach einer halben Flasche merkte ich schon: Trink ich jetzt die ganze leer, könnte es passieren, dass ich gleich angeheitert bin. Aber solche Sachen passieren irgendwie immer nur mir, weil ihr ja alle trinkt wie sonst was.</p>
<p>Was ich auf jeden Fall damit sagen wollte: Es gibt wenige Getränke, mit denen man sich so angenehm &#8220;betrinken&#8221; kann. Genau genommen fallen mir spontan nur zwei ein: Salitos und Weinschorle.</p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05160.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4625" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05160-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></a></p>
<p>Das Bier habe ich nur kurz probiert, weil .. Es schmeckt wie Bier. Stark, bierig und bestimmt gar nicht mal unlecker, aber bei sowas bin ich leider an erster Stelle Rheinländer<sup class="footnote"><a href="#fn-4623-2" id="fnref-4623-2">2</a></sup> und an zweiter Stelle Mädchen<sup class="footnote"><a href="#fn-4623-3" id="fnref-4623-3">3</a></sup>, sodass besonders Biere mit hohem Malzgehalt mich leider nicht für sich gewinnen können.</p>
<p>Der Alkoholgehalt ist, glaub ich, ein wenig hoch? Ich meine mich zu erinnern, dass Becks 4,9% Alkohol hat und mit den Zahlen mit Altbier gleichzieht &#8211; das oben zu sehende Bier schenkt uns aber ganze 5,3% und eventuell schmeckt es deswegen so bierig.</p>
<p>Abschließend noch ein Bild von den Freunden Bier und Weinschorle, auf dem ihr sehen könnt, wie sie in normaler Umgebung mit einem Bein von Chris daneben aussehen:</p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05201.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4627" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05201-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></a>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-4623-1'>Bei dem ich mich immer frage, ob der Fußballer gemeint ist <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4623-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-4623-2'>Ich trink, wenn überhaupt, nur Alt <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4623-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-4623-3'>Ich ziehe Mischbier oder Wein vor <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4623-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Geld &gt; Mensch</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 16:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sobald es um Geld geht, hört die Freundschaft auf.“ &#8211; der Satz klingt mir in den Ohren, als hätte ich ihn gerade erst aus seinem Munde gehört, dabei muss das schon Jahre her sein. Jahre, in denen ich glaubte, dass die Moral immer siegen würde. Jahre, in denen ich fest davon überzeugt war, dass der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02185.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4633" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02185-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /></a></p>
<p>„Sobald es um Geld geht, hört die Freundschaft auf.“ &#8211; der Satz klingt mir in den Ohren, als hätte ich ihn gerade erst aus seinem Munde gehört, dabei muss das schon Jahre her sein. Jahre, in denen ich glaubte, dass die Moral immer siegen würde. Jahre, in denen ich fest davon überzeugt war, dass der Mensch an sich gut sei.</p>
<p>Irgendwann in der Schule wurde mir der Begriff der Humanisten vor die Füße geworfen. Ein wissenschaftlicher Zweig, der an das Gute im Menschen glaubt und sich gesellschaftliche Grundüberzeugungen zu eigen macht, die fast zu schön klingen, um wahr zu sein: Der höchste Wert in der Gesellschaft ist das Glück des Einzelnen, der Mensch muss respektiert werden, hat die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und auch der stetige Fortschritt sollte nicht vergessen lassen, dass die Freiheit des Menschen gewährleistet sein muss.</p>
<p>Als mein Lehrer vor der Klasse davon erzählte, saß ich da in meinem jugendlichen Zynismus und meiner Distanziertheit allem gegenüber, was einem von einem Lehrer vorgebetet wird und dachte mir „Was für ein Schwachsinn, der Mensch ist nicht gut.“ &#8211; mit der Zeit stellte ich jedoch immer wieder fest, dass ich das insgeheim und ganz für mich eben doch glaubte. Glauben wollte. Und ich lebte stets danach, anderen zu helfen, sofern sie mich um Hilfe baten. Ganz gleich, wer das nun war. Einfach nur, weil ich mir auch Hilfe erhoffe, wenn ich jemanden darum bitte.</p>
<p>Vielleicht ist es das Erwachsenwerden, vielleicht sind es die Ereignisse der letzten Wochen, vielleicht ist es aber auch etwas ganz anderes, was mich erkennen lässt, was meine jugendliche Idiotie plakativ bereits vor Jahren erkannte: Der Mensch ist nicht gut. Der Mensch hat zwar Mitgefühl und ist bereit zu helfen, ja, aber das nur, solange er selbst dabei nicht verliert. Die Wahrheit scheint zu sein, dass jeder nur an sich selbst interessiert ist &#8211; vor allem und gerade dann, wenn es um Geld geht.</p>
<p>Ja, sobald es um Geld geht, hört die Freundschaft auf. Sobald es um Geld geht, hört das Menschsein auf.</p>
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		<title>Gewitter in Siegen</title>
		<link>http://aheadwork.de/2010/08/23/gewitter-in-siegen/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 07:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mags ja, wenn es gewittert. Während ein Teil von mir sich wimmernd in eine Ecke drängen will, weil alles viel zu laut und gewaltig ist, drängt meine Faszination mich Richtung Fenster, weil ich es sehen will. Ich will sehen, wie die Natur sich aufbäumt, will sehen, wie die Wolken sich verschieben, die Schichten ineinander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mags ja, wenn es gewittert. Während ein Teil von mir sich wimmernd in eine Ecke drängen will, weil alles viel zu laut und gewaltig ist, drängt meine Faszination mich Richtung Fenster, weil ich es sehen will. Ich will sehen, wie die Natur sich aufbäumt, will sehen, wie die Wolken sich verschieben, die Schichten ineinander über gehen und alles langsam näher rückt. Ich kann nicht nachvollziehen, wie die meisten Menschen nicht bemerken können, was dort über ihren Köpfen vor sich geht. &#8220;Das ist doch nur ein Gewitter.&#8221; ist das Höchstmaß an Aufmerksamkeit, was sie dem Spektakel schenken wollen und immer bin ich aufs neue ganz perplex: Nur ein Gewitter? Wie kann es nur ein Gewitter sein, wenn es doch so wunderschön aussieht und so viel mächtiger und unaufhaltsamer als alles ist, was der Mensch erschaffen könnte?</p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02162.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4611" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02162-250x167.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a> <a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02164.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4612" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02164-250x167.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a></p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02168.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-4613" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02168-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /></a></p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05183.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4616" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05183-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a> <a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05182.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4617" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC05182-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a></p>
<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC021651.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-4614" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC021651-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /></a></p>
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		<title>Stolz</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 18:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder. Sobald es Abend wird, sobald mein Kopf sich leer, sobald die „Das muss ich noch erledigen“-Dinge des Tages ein Ende finden, kommt der Schmerz zurück. Der Unglaube ist gewichen, die Verzweiflung geblieben. Ich habe das Jammern satt. Ich hasse es, dass ich mich abends in meinem Bett zusammenrolle, blind auf den Bildschirm starre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02097.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4601" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC02097-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /></a></p>
<p>Immer wieder. Sobald es Abend wird, sobald mein Kopf sich leer, sobald die „Das muss ich noch erledigen“-Dinge des Tages ein Ende finden, kommt der Schmerz zurück. Der Unglaube ist gewichen, die Verzweiflung geblieben. Ich habe das Jammern satt. Ich hasse es, dass ich mich abends in meinem Bett zusammenrolle, blind auf den Bildschirm starre, auf dem Serien oder Filme vor sich hinflackern, die ich nicht sehe, weil meine Augen blind von Tränen sind, die auf meinen Wangen bereits Spuren gebildet haben. Spuren, die keine Zeit zu trocknen haben, weil immer mehr und mehr nachkommen.</p>
<p>Je länger er weg ist, umso drängender wird die Frage: Warum zum Teufel war er immer so wahnsinnig stolz auf mich? Ich habe (noch) nichts im Leben erreicht. Ich kann keine spektakulären Praktika vorweisen, keine Nebenjobs, in denen ich so wahnsinnig viel lernte, dass ich mir um meine Zukunft keine Sorgen machen muss, keine Preise, Auszeichnungen, Zertifikate, die meine Wände schmücken würden. Ich kann &#8211; abgesehen von Englisch &#8211; keine Fremdsprache. Ich komme erst dann auf die Idee, meinen Schreibtisch aufzuräumen, wenn die ersten Bücher und Unterlagen bereits soweit an den Ecken liegen, dass sie entweder bald runterfallen werden oder die Glasplatte mit den hübschen schwarzen Mustern unter dieser Last zusammenbricht. Ich habe kaum bzw. eigentlich gar keinen Kontakt zu meinem Bruder, weil ich so ein seltsamer Mensch bin, dass er mich nicht zu ertragen scheint und es ihm nicht wert ist, länger als ein paar Sekunden das Wort an mich zu richten. Ich verzichte auf Zeugs mit Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln, weil ich gegen Chemie im Essen bin, hau mir aber trotzdem ein oder zwei mal in der Woche irgendeinen Instant-Kaffee rein, bei dem ich so tue, als sei er völlig natürlich.</p>
<p>Worauf war er stolz? Dass ich es an die Universität schaffte? An der Uni Siegen wird jeder angenommen. Die Uni Siegen ist das Auffangbecken für den Bodensatz aller Bewerber. Macht euer Abitur oder Fachabitur, bewerbt euch und siehe da &#8211; ihr bekommt eine Zusage. So wie jeder. So wie ich.</p>
<p>Ich liege also im Bett, klammere mich an meiner Bettdecke fest und lese seine <a href="http://preussen-blog.aheadwork.de/2010/03/wish-you-were-here-erdbeermarmelade/">Blogartikel</a>, um zu finden, worauf er so stolz war und weine noch mehr, weil ich seine Stimme vermisse.</p>
<p>Und eigentlich wollte ich aufhören, ständig hier zu jammern.</p>
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