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		<title>Kochclash 9</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 19:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochclash]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war es also soweit: Der 9. Kochclash unserer Clash-Karriere stand an und das Essen schmeckte super. Normalerweise benenn ich ja hier keinen Favoriten meines eigenes Menüs, aber in dem Fall .. Macht auf jeden Fall mal diese Camembert-Würfel, die waren unfassbar gut. Aber .. fangen wir vorne an: Es gab Hirschgulasch mit selbstgemachten Spätzle<a href="http://aheadwork.de/2011/11/13/kochclash-9/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="middle"><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC00186.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-6444" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC00186-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></a></div>
<div class="col">
<p>Heute war es also soweit: Der 9. Kochclash unserer Clash-Karriere stand an und das Essen schmeckte super. Normalerweise benenn ich ja hier keinen Favoriten meines eigenes Menüs, aber in dem Fall .. Macht auf jeden Fall mal diese Camembert-Würfel, die waren unfassbar gut. Aber .. fangen wir vorne an: Es gab Hirschgulasch mit selbstgemachten Spätzle und Camembert-Würfeln auf Apfelkompott. Zu dem Hirschgulasch gibts nicht viel zu sagen eigentlich: Das Fleisch wird in einem Bräter ganz kurz angebraten, danach direkt mit Fond abgelöscht und kommt danach mit dazu passenden Gewürzen in den Ofen. Ich entschied mich für Wacholderbeeren, Pimentkörner und Zwiebeln. Im Ofen braucht das Fleisch etwa 50 Minuten bei 150-160 Grad. Sehr kurz also für Gulasch, aber ich hielt mich da an die Tipps meiner Metzgerin und siehe da: Das Fleisch war super zart und saftig.</p>
<p>Die Spätzle sind halt .. Spätzle. Auf 150g Mehl kommen zwei Eier, eine Prise Salz und ein wenig Wasser, je nach Menge dann natürlich von allem mehr.</p>
</div>
<div class="middle"><a href="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC00195.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-6452" title="SONY DSC" src="http://aheadwork.de/wp-content/uploads/DSC00195-540x359.jpg" alt="" width="540" height="359" /></a></div>
<div class="col">
<p>Die Camembert-Würfel .. Die waren ein wenig tricky. Ich habe den Käse klein gemixt mit Rosinen, etwas Wasser und gerösteten Mandeln. Eigentlich wollte ich ihn mit den Mandeln panieren am Ende, aber .. versucht das nicht. Also .. ernsthaft. Versucht das einfach nicht. Wir reden da jetzt auch nicht weiter drüber, sondern es geht direkt weiter im Text. Wenn ihr die Masse gemixt, püriert, zerkleinert oder was auch immer habt, habt ihr einen einzigen Matsch. Schwer zu verarbeiten, aber es lohnt sich.</p>
<p>Irgendwie müsst ihr es schaffen, das Zeug zu irgendwas zu formen. Weder rund, noch eckig, noch sonst was klappt wirklich gut, aber das ist alles egal. Ihr wälzt den Matsch dann in (Panier-)Mehl, in Ei und nochmal in (Panier-)Mehl. Tatsächlich ist dieses doppelte panieren äh unumgänglich, weil ihr sonst nämlich Käseauflösung in der Pfanne schwimmen habt. Die Pfanne füllt ihr dann gut mit Öl und frittiert die Dinger. Super lecker, vor allem mit dem Apfelkompott und den Preiselbeeren (die mit Kakao vermischt waren).</p>
<p>Ich kann jetzt nichts mehr schreiben, ich bin zu satt. Entschuldigt. Ich bin so voll, ich hatte auch mein Verdauungsbäuerchen noch nicht. Mal sehen, was es beim <a href="http://thestiller.de/?p=5161">Stiller</a> gab.</p>
<p>Update: Und hier seht ihr, was <a href="http://marsmaedchen.wordpress.com/2011/11/13/kochclash-9/">Mella</a> gekocht hat.</p>
</div>
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		<title>Vorankündigung: Kochclash 9</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 17:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochclash]]></category>

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		<description><![CDATA[Lang, lang ist es inzwischen her, dass wir den letzten Kochclash hatten, aber jetzt ist es endlich mal wieder soweit. Stiller war übrigens derjenige, der das Ganze immer und immer wieder nach hinten hinausschob &#8211; ich glaub, er hat es inzwischen mit der Angst zu tun bekommen. Wie dem aber auch sei: Jetzt erst mal<a href="http://aheadwork.de/2011/11/08/vorankundigung-kochclash-9/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lang, lang ist es inzwischen her, dass wir den letzten Kochclash hatten, aber jetzt ist es endlich mal wieder soweit. <a href="http://thestiller.de/">Stiller</a> war übrigens derjenige, der das Ganze immer und immer wieder nach hinten hinausschob &#8211; ich glaub, er hat es inzwischen mit der Angst zu tun bekommen.</p>
<p>Wie dem aber auch sei: Jetzt erst mal nur kurz die Zutaten, ehe am 13.11. dann der Clash ist! Und denkt dran: Bis zum 11.11. könnt ihr noch eine weitere Zutat verlangen, die wir mit ins Essen mischen.</p>
<p>Fleisch: Wild (was darunter fällt, könnt ihr ja googlen, wenn ihr euch nicht sicher seid)</p>
<p>Meine Vorschläge: Spätzle, Käse, Kakao</p>
<p>Stillers Vorschläge: Nüsse, Preiselbeeren, Äpfel</p>
<p>Mal sehen, was ich daraus leckeres zaubere. Ganz ehrlich: Ich weiß es selbst noch nicht so genau. Bin aber wie immer guter Dinge und freu mich drauf. Wer mitmachen will: Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Und ooooh mein Gott, grade beim Artikelüberschrift schreiben fiel mir auf: Der nächste Clash ist ja schon der 10te! Aufregend! Dafür müssen wir uns irgendwas Specialiges einfallen lassen &#8211; habt ihr Ideen?</p>
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		<title>&#8230;, um der alten Zeiten willen.</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 19:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Oh Gott, was ist aus dir geworden? Kennt ihr das: Ihr unterhaltet euch &#8211; grundlos, zufällig, ungeplant und irgendwie gestelzt &#8211; plötzlich mit einem „alten Freund“, einem Gesicht der Vergangenheit und schon nach den ersten paar Sätzen fragt ihr euch, was zum Teufel aus ihm/ihr nur geworden ist? Da ist nichts mehr, was euch verbindet.<a href="http://aheadwork.de/2011/10/19/um-der-alten-zeiten-willen/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oh Gott, was ist aus dir geworden?</em></p>
<p>Kennt ihr das: Ihr unterhaltet euch &#8211; grundlos, zufällig, ungeplant und irgendwie gestelzt &#8211; plötzlich mit einem „alten Freund“, einem Gesicht der Vergangenheit und schon nach den ersten paar Sätzen fragt ihr euch, was zum Teufel aus ihm/ihr nur geworden ist? Da ist nichts mehr, was euch verbindet. Nichts mehr, was daran erinnert, dass ihr mal wart, was ihr wart. Und obwohl euch euer Gegenüber bekannt ist, ihr sein Gesicht, seine Mimik und Gestik kennt, ist es ein Fremder. Ein Fremder, mit dem ihr nichts mehr gemein habt. Dem ihr anmerkt, dass er sich auch nicht zurück erinnern will und der deutlich macht, dass Sätze wie „Weißt du noch …“ ins Leere führen werden, weil da nichts ist, was er noch wissen will.</p>
<p><em>Wo ist der Mensch, den ich mal kannte?</em></p>
<p>Es ist seltsam, wenn ich dich so reden höre und die Grundzüge des Menschen erkenne, der mal mein Freund war, aber auch nur die. Nicht mehr. Als hätte man all das von dir herunter gezogen, was einmal war und nur das Grundgerüst zurückgelassen, auf dem von Null an neu aufgebaut wurde. Alles scheint ein bißchen verdreht, ein bißchen abgewandelt. Ein bißchen falsch und nicht passend. Als hätte jemand deine Ränder verbogen, sodass sie nicht mehr in meine passen.</p>
<p><em>„…, um der alten Zeiten willen.“</em></p>
<p>Auf einmal steht da diese so lustige Idee im Raum, dass man sich ja „mal wieder treffen könnte“. Dieser lustig und unbedacht herausgestoßene Wunsch, den man halt so sagt, wenn man sich lange nicht sah und dann in einem der vielen sozialen Netzwerke virtuell über den Weg läuft. Man könnte sich ja mal wieder sehen, um der alten Zeiten willen. Wär doch ganz nett. Lustig und so.</p>
<p>Nein. Nein, ich amüsiere mich nicht, wenn ich mich mit dir treffe, mit einem Fremden, der sich nicht erinnern will. Mit einem Fremden, der verdrängt hat. Es amüsiert mich nicht, die Geschichten deiner Gegenwart zu hören, weil du ganz gezielt alles ausgelöscht hast, was Vergangenheit war. Alle Brücken, die uns verbanden und in deine Gegenwart geführt hätten, sind abgerissen. Ja, wenn du Hilfe brauchst, werde ich da sein. Um der alten Zeiten willen. Weil ich nicht vergessen habe, was wir mal waren. Aber bis dahin reicht es doch, wenn du dich am Rand meines Sichtfeldes bewegst und ich mich am Rand deines Sichtfeldes &#8211; wissend, dass wir da sind, aber .. mehr auch nicht.</p>
<p>(Bild via <a href="http://www.flickr.com/photos/zamboniandrea/170324255/">zamboni.andrea</a>)</p>
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		<title>Blick zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 17:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Papa]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Spiegel sehe ich Teile deines Gesichts. Ich schneide Grimassen, ziehe die Mundwinkel weiter nach unten, die Augenbrauen dichter zusammen. Solange, bis ich dich in meinen Gesichtszügen erkenne. Solange, bis ich glaube, dass deine Augen mir aus meinem Gesicht entgegen blicken und mir ein Schauer über den Rücken kriecht. Auf einmal finde ich gruselig, wie<a href="http://aheadwork.de/2011/10/18/blick-zuruck/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Spiegel sehe ich Teile deines Gesichts. Ich schneide Grimassen, ziehe die Mundwinkel weiter nach unten, die Augenbrauen dichter zusammen. Solange, bis ich dich in meinen Gesichtszügen erkenne. Solange, bis ich glaube, dass deine Augen mir aus meinem Gesicht entgegen blicken und mir ein Schauer über den Rücken kriecht. Auf einmal finde ich gruselig, wie viel von dir in mir zurück bleibt, aber der Spiegelzauber ist gebrochen, sobald ich zaghaft lächle. So, als würdest wirklich du es sehen, doch in der Sekunde, in der meine Lippen sich bewegen, verschwindet dein Schatten aus dem Glas, deine Mimik von meiner Haut und wie immer bleibt nur ein leeres bisschen Nichts und ich.</p>
<p>Die Leute haben immer gesagt, dass wir einander ähneln. Und was mir früher egal war, weiß ich heute zu schätzen.</p>
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		<title>Auf zu neuen Ufern</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 16:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Fingernägel, die auf matten Holzplatten klackern, sodass sich mir die Nackenhärchen aufstellen. Der Raum ist viel zu warm. Wieso frieren Frauen immer? Würdet ihr mehr essen, käme die Kälte nicht so tief in euch hinein. Plastikjacken knistern, vollgezogen mit Elektrizität, aufgeladen in der Enge des Busses. Fliegende Haare, zart in der Luft, kitzelnd an nackter<a href="http://aheadwork.de/2011/10/16/auf-zu-neuen-ufern/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fingernägel, die auf matten Holzplatten klackern, sodass sich mir die Nackenhärchen aufstellen. Der Raum ist viel zu warm. Wieso frieren Frauen immer? Würdet ihr mehr essen, käme die Kälte nicht so tief in euch hinein. Plastikjacken knistern, vollgezogen mit Elektrizität, aufgeladen in der Enge des Busses. Fliegende Haare, zart in der Luft, kitzelnd an nackter Haut.</p>
<p>Ich schweige in den Raum hinein, aber das Schweigen der anderen ist lauter. Gesagtes könnte ungesagt bleiben. Vor lauter Inhaltslosigkeit wird mir ein wenig übel. Lieber stumpf zustimmen und Nichts in Worte verpacken, als die Anstrengungen eines Widerspruchs auf sich zu nehmen. Menschen, die folgen. Reden, um der Langeweile zu entgehen und dabei merken, dass man Meinungen nicht teilt. Das Schweigen wird lauter im Außen, aber leiser im Innen.</p>
<p>Das Leben in diesem Abschnitt ist ruhiger. Als wären die Anstrengungen des Lebens in die vorherigen drei Jahre gepackt worden, um jetzt erleichtert und ernüchtert durchatmen zu können. Keine Hektik mehr, die antreibt. Stattdessen ruhiges Interesse und das Wissen, dass da schon was ist. Zusammengefaltet und klein liegt es unter unseren Ärschen, zusammen mit der Sicherheit, sich darauf ausruhen zu können. Der einzig gebliebene Antrieb ist der, das zwei Kissen unterm Arsch bequemer sind als eins. Mit diesem Gefühl in das Masterstudium zu starten ist neu, aber die Grenze zwischen ruhiger Sicherheit und trauriger Gleichgültigkeit ist so eng, dass ich nicht vergessen kann, dass mir beim Fallen aus einer gewissen Höhe das Steißbein bricht, wenn nur ein Kissen meinen Arsch schützt.</p>
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		<title>Ach, Geburtstage</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 17:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Dad mochte seinen Geburtstag nicht. Zumindest hat er immer so getan, als würde er ihn hassen. Schon Wochen vorher fing er an, uns daran zu erinnern, dass er sich nichts wünscht. Dass er auf keinen Fall will, dass wir jemanden einladen. Geschenkt haben wollte er auch nichts. Manchmal machte er Witze darüber, dass wir<a href="http://aheadwork.de/2011/10/08/ach-geburtstage/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="col">Mein Dad mochte seinen Geburtstag nicht. Zumindest hat er immer so getan, als würde er ihn hassen. Schon Wochen vorher fing er an, uns daran zu erinnern, dass er sich nichts wünscht. Dass er auf keinen Fall will, dass wir jemanden einladen. Geschenkt haben wollte er auch nichts. Manchmal machte er Witze darüber, dass wir ihm ja Socken schenken können. Generell sind Socken auch gar kein so unpraktisches Geschenk, wie man denken könnte. Jeder braucht schließlich Socken. Geschenkt haben wir ihm trotzdem nie welche. Und immer, wenn sein Geburtstag dann da war, hat er sich über Anrufe, Kuchen und Besuch gefreut. Ganz gebauchpinselt saß er dann am Tisch im Garten; wie ein Hahn im Korb, der stolz über seine Familie wacht, umgeben von seinen Schwestern, seiner Mutter, seiner Frau und seinen Kindern.</div>
<div class="middle">Ich höre nicht auf, ihn zu vermissen.</div>
<div class="col">Heute ist es besonders schlimm. Schon der zweite Geburtstag von mir, den er verpasst. Der zweite Geburtstag, der ohne einen Anruf von ihm vergeht. Ein Anruf, bei dem er angekündigt hätte, dass er mich ins Maredo einladen wird, nachdem ich mir in so ziemlich der größten Buchhandlung Düsseldorfs hatte aussuchen dürfen, was auch immer ich wollte. Es war wie ein Spiel zwischen uns: Er gab mir freie Hand und sagte, ich soll mir aussuchen, was ich will, aber statt wahllos alles einzupacken, wählte ich meine Bücher immer mit Bedacht. Das wusste er. Sonst hätte er mir büchersüchtigem Wesen niemals so einen Freifahrtschein gewährt.</div>
<div class="middle">Er beobachtete meine Bücherauswahl immer sehr genau.</div>
<div class="col">
<p>Es kam nicht oft vor, dass er seinen Unmut äußerte, aber bei jedem Autor, der ihm unbekannt war, fragte er nach, was der so schreibt. Schon seitdem er mir Updike, Irving, Thompson, Burroughs, Salinger und all die großen Schreiber an die Hand gegeben hatte, hatte er ein Auge darauf, was ich selbst aussuchte und es gefiel ihm.</p>
<p>Ich hasse das Gefühl, meine Geburtstage weiterhin ohne ihn verbringen zu müssen. Ich hasse das Gefühl, glücklich wirken zu sollen, weil ich Geburtstag habe, obwohl mein einziger Gedanke ist, dass er nicht da ist. Er ist nicht da und er wird auch nie mehr da sein. Und (m)ein Geburtstag ist doch auch nur ein Tag von vielen.</p>
</div>
<div class="middle">Übrigens wurde ich um 11:25 geboren, wog 3530g und war winzige 50cm klein.</div>
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		<title>iPad 2 (simyo): Fazit</title>
		<link>http://aheadwork.de/2011/10/05/ipad-2-simyo-fazit/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 15:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[So, ich durfte jetzt also etwas länger als einen Monat ein iPad 2 mit einer simyo-Karte testen und muss sagen: Ich weiß nicht, was ihr daran findet. Aber fangen wir von Vorne an: Das iPad war nie etwas, was mich so sehr reizte. Zwischendurch war da immer kurz der Gedanke, sich eins zu kaufen, aber<a href="http://aheadwork.de/2011/10/05/ipad-2-simyo-fazit/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, ich durfte jetzt also etwas länger als einen Monat ein iPad 2 mit einer simyo-Karte testen und muss sagen: Ich weiß nicht, was ihr daran findet.</p>
<p>Aber fangen wir von Vorne an: Das iPad war nie etwas, was mich so sehr reizte. Zwischendurch war da immer kurz der Gedanke, sich eins zu kaufen, aber letztendlich gab ich mein Geld dann doch lieber für andere Sachen aus. Jetzt, nachdem ich es einen Monat getestet habe, bin ich froh, mir nie eins gekauft zu haben. Ich find das Teil fürchterlich langweilig. Würde man sich eine Tastatur dazu besorgen, hätte es vielleicht ein wenig mehr Sinn, wäre dann aber auch bloß ein Laptop-Nachbau, der weniger kann als ein Laptop, aber hübscher aussieht. Denn das kann das iPad: Hübsch aussehen. So wie so ziemlich jedes Apple-Produkt besticht es mit einer ungeheuren Hübschheit und gut durchdachter Funktionalität. Klappt alles intuitiv, man muss nicht lange nachdenken, man kann einfach loslegen und ja, alles typisch Apple. Für mich sehe ich allerdings einfach keinen Sinn in einem iPad. Wenn ich zu Hause bin, ist mein Laptop ohnehin immer in Reichweite. Ansonsten hab ich mein iPhone griffbereit.</p>
<p>Getestet hab ich z. B. die <a href="http://flipboard.com/">Flipboard</a>-App &#8211; nice! Super schön gestaltete App, dafür hat es sich wirklich gelohnt. Auch die Twitter-App ist auf dem iPad der Hammer. Bei meinen sonstigen favorisierten Apps fiel vor allem auf, dass sie nicht wirklich iPad-kompatibel sind. Es gibt kein instagram fürs iPad, man kann zwar problemlos die normale instagram-App draufspielen, die hat aber einfach nicht das richtige Format. Logisch, aber nervig. Dasselbe gilt für andere Apps.</p>
<p>Fazit: iPad wird total überbewertet. Ein hübsches Spielzeug, das mir aber keine 500 Euro wert wäre, oder wie viel auch immer das Teil inzwischen kostet. Umso begeisterter war ich dafür von <a href="http://www.simyo.de/">simyo</a>: Das Tarifpaket klingt fair, die Leutchen von dort waren super nett und geduldig und tatsächlich wäre ich einem Wechsel von Vodafone hin zu simyo nicht abgeneigt. Deswegen ein Danke an simyo dafür, dass ich das iPad testen durfte : )</p>
<p>(simyo hat mich btw nicht dazu verpflichtet, irgendetwas Positives über sie zu schreiben. Hätt ich sie scheiße gefunden, hätt ich das auch sagen können u_u Fand ich aber nicht.)</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört&#8221;</title>
		<link>http://aheadwork.de/2011/10/03/jetzt-wachst-zusammen-was-zusammengehort/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 10:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich irgendwann meine Teenager-Pubertät überwunden und wieder auf halbwegs normale Bahnen zurückgefunden hatte, gab meine Mama mir ein Buch. Groß und klobig, mit einem dieser marmorierten Einbände, von denen ich irgendwann mal wusste, wie man sie herstellt &#8211; heute aber nicht mehr. In dem Buch bin ich. Sie hat alles gesammelt, was mich betraf<a href="http://aheadwork.de/2011/10/03/jetzt-wachst-zusammen-was-zusammengehort/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich irgendwann meine Teenager-Pubertät überwunden und wieder auf halbwegs normale Bahnen zurückgefunden hatte, gab meine Mama mir ein Buch. Groß und klobig, mit einem dieser marmorierten Einbände, von denen ich irgendwann mal wusste, wie man sie herstellt &#8211; heute aber nicht mehr. In dem Buch bin ich. Sie hat alles gesammelt, was mich betraf &#8211; vom ersten Tag an, bis zu dem Tag, an dem sie mir das Buch gab. Darin sind Kinderfotos, Glückwunschkarten (ich versteh bis heute nicht, wieso auch Glückwunschkarten von Johannes Rau und Franz Josef Strauß dabei sind), eine Haarlocke von meinem kleineren Ich, ein Lätzchen und ganz vereinzelt zwischen all dem befinden sich kurze Texte von meinem Dad. Nie viel, weil das Buch die Sache meiner Mama war. Mein Dad war so nicht. Ihm gefiel sicher die Idee dahinter, etwas für die Ewigkeit zu konservieren. Die Vergangenheit festzuhalten, um später in ihr blättern zu können. Aber ihm fehlte die Disziplin und Kontinuität meiner Mama. Mama ist so eine, die etwas tut, wenn sie es sich vorgenommen hat. Papa und ich gehören eher zu der Sorte Mensch, die innerhalb von Sekunden ganze Städte aus Glas und Traum errichten, um sie nur einen Atemzug später wieder einstürzen zu lassen, weil wir diesen Schritt nicht gehen, der zwischen Vorstellung und Verwirklichung liegt.</p>
<p>&#8220;Für Dich, liebe Hannah, als kleine Erinnerung an Deine ersten Jahre.&#8221; steht auf der ersten Seite des Buches in der ordentlichen Schrift meiner Mutter, die sich bis heute kaum verändert hat. Darunter ein Bild von mir, winzig klein in einer weißen Wiege liegend, die auf einer Wiese steht unter einem Busch mit roten Blättern, weil ich ein Herbstkind bin. &#8220;Das hübscheste Baby der ganzen Station.&#8221;, sagt Mama immer, wenn wir darüber sprechen. Es ist eines dieser Gespräche, das sich in all den Jahren nie geändert hatte.</p>
<blockquote><p>Ich: War ich ein hübsches Baby?</p>
<p>Mama: Das hübscheste Baby der ganzen Station!</p>
<p>Papa: Mit geballten Fäusten bist du auf die Welt gekommen.</p>
<p>Ich: Aber hübsch?</p>
<p>Papa: Ja, unfassbar hübsch.</p></blockquote>
<p>Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich euch zeigen, was mein Dad zum 3. Oktober in das Buch geschrieben hat. Gerade für politischen Kram war nämlich immer er zuständig. Er hat dafür gesorgt, dass ich das Wichtigste mitbekam.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Hallo Hannah,<br />
egal, wie man dazu steht oder ob es einen interessiert oder nicht &#8211; am 3. Oktober 1990 wird die Deutsche Wiedervereinigung vollzogen. Vielleicht wirst Du uns später fragen, wie das so war mit zwei deutschen Staaten, warum wir nichts gegen oder für die Wiedervereinigung getan haben &#8211; so wie wir unsere Eltern gefragt haben, was sie im 2. Weltkrieg getan haben und wir überlegten, ob sie wohl für oder gegen Hitler waren. Solltest du einmal wissen wollen, wie ich zur Wiedervereinigung stehe, kannst Du den <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501977.html">Bericht</a>, den ich angeheftet habe, lesen. Von allen Artikeln und Kommentaren, die ich gelesen habe, trifft dieser meine Stimmung und Meinung am Besten.<br />
Dein Papa</p></blockquote>
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		<title>Risotto und Aufbruchstimmung</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 16:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Papa]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur kurze Gedankenfragmente, die durch meinen Kopf spuken, aber zu nichts Festem werden wollen. Mein Dad mochte Risotto. Vor ein paar Wochen kochte ich zum ersten Mal selbst eine Rinderbrühe. Würde er noch leben, könnte ich ihm welche machen. Risotto schmeckt mit selbstgemachter Brühe viel besser. Tatsächlich kommt mir jedes bisherige Risotto verschwendet vor, verglichen<a href="http://aheadwork.de/2011/09/30/risotto-und-aufbruchstimmung/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur kurze Gedankenfragmente, die durch meinen Kopf spuken, aber zu nichts Festem werden wollen. Mein Dad mochte Risotto. Vor ein paar Wochen kochte ich zum ersten Mal selbst eine Rinderbrühe. Würde er noch leben, könnte ich ihm welche machen. Risotto schmeckt mit selbstgemachter Brühe viel besser. Tatsächlich kommt mir jedes bisherige Risotto verschwendet vor, verglichen mit dem, was ich jetzt zustande kriege. Er würde lachen, würde ich ihm das sagen. Sobald ich ihn lang genug genervt hätte, würde er es mit meiner Rinderbrühe versuchen. Aus Höflichkeit und diesem Antrieb heraus, der Tochter eine Freude zu machen. Danach würde er ein paar Tage lang so tun, als wüsste er noch immer nicht, was ich meine, aber irgendwann würde er fragen, wann er denn das nächste Mal so eine Brühe bekommt. Ein stilles Eingeständnis, dass ich Recht gehabt hatte. Aber weil er nun einmal nicht mehr da ist, koche ich das Risotto für Chris und mich. Das ist nur nicht dasselbe.</p>
<p>Mein Dad fehlt mir. Noch immer. Aber ich trage es nicht mehr so nach außen. Es ist keine Trauer mehr, die man mitteilen will. Die Worte der anderen, die schon am Anfang leere Phrasen waren und nur dazu dienten, irgendwas zu sagen, um so zu tun, als würde man eine Situation verstehen, die man nicht versteht, sind noch leerer geworden. So leer, dass ich sie mir nicht mehr anhören mag. So leer, dass es immer lauter herausschreit, dass niemand was zu sagen weiß. Es gibt ja auch nichts zu sagen. Es gibt nichts, was es besser machen kann. Anderen scheint es schwer zu fallen, das zu akzeptieren.</p>
<p>Außerdem dieser Drang, Siegen zu verlassen. Ich wusste immer, dass ich hier nicht bleiben würde. Habe da nie ein Geheimnis draus gemacht. Generell gibt es keine Stadt, von der ich sagen würde, dass ich dort für immer bleiben werde. Wieso sollte ich auch? So viele Möglichkeiten. Was bringt es, sich an eine Stadt zu binden? Ich suche nichts. Deswegen kann ich nirgends etwas finden. Aber man spürt, wenn man fertig mit etwas ist. Wenn es einen weiterzieht, um Neues zu entdecken. Ich bin fertig mit Siegen. Wäre das Masterstudium nicht, wäre ich schon hier weg. Kurz überlegte ich, darauf zu scheißen. Es gibt so viele, die es auch ohne Masterstudium geschafft haben. Auch ganz ohne Studium. Aber ich mag es nicht, Dinge abzubrechen. Außerdem interessiert mich das Studium, was ich von dem vorherigen nicht unbedingt behaupten kann. Trotzdem hab ich es durchgezogen, also wird ich das jetzt auch noch mal schaffen. Aber die Zeit bis zum Ende scheint greifbarer. Das Neue steht vor der Tür und wartet, ich muss nur noch den Gang entlang laufen, ehe ich sie öffnen kann. Gut, dass es nicht davon rennt.</p>
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		<title>In seinen Augen wohnt ein junger Mann</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 11:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ist dieser alte Mann. Ich weiß nicht, wie er heißt und ich werde ihm für euch keinen Namen geben, weil ich weiß, dass ich seinen wahren Namen eines Tages herausfinden werde. Der alte Mann hat schütteres hellgraues Haar, wenn die Sonne auf seinen Kopf scheint, ist es fast weiß. Seine Augen sind wässrigblau. Ja,<a href="http://aheadwork.de/2011/09/26/in-seinen-augen-wohnt-ein-junger-mann/" class="excerpt_readmore">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist dieser alte Mann. Ich weiß nicht, wie er heißt und ich werde ihm für euch keinen Namen geben, weil ich weiß, dass ich seinen wahren Namen eines Tages herausfinden werde.</p>
<p>Der alte Mann hat schütteres hellgraues Haar, wenn die Sonne auf seinen Kopf scheint, ist es fast weiß. Seine Augen sind wässrigblau. Ja, wirklich. So als würde man in eine Pfütze gucken. So wässrig und hell als hätten sie gar keine Farbe und bekämen nur dadurch eine, dass man sich eine wünscht, weil man weiße Augen nicht ertragen könnte. Sie sind rot umrandet. In ihrem Inneren wohnt ein junger Mann. Wenn ich ihm in die Augen sehe, kann ich die Jugend dahinter sehen.</p>
<p>Wir haben uns langsam angenähert. Er saß an dem Metalltisch vor meinem bevorzugten Supermarkt. Die ersten Male ignorierten wir einander. Nahmen nur wahr, dass da jemand war. Nach einigen Wochen nickte er mir zu. Ich lächelte ihn an. Nach ein paar Monaten sagte ich Hi, er sagte Hallo und wieder nickte er auf diese Art, mit der nur alte Männer nicken können. Dieses Nicken, das Eleganz ausdrückt. Eine vornehme Zurückhaltung, gepaart mit genau der richtigen Menge Höflichkeit.</p>
<p>Wenn ich ein kurzes Kleid trug, guckte er nach seinem Nicken auf meine Beine. Trug ich eins mit Ausschnitt, guckte er auf meine Brüste. Aber in seinen Augen sah ich noch immer den jungen Mann und der guckte nicht gierig und pervers, sondern noch immer höflich und anerkennend. Da war keine Gefahr, die von ihm ausging. Kein unangenehmes Gefühl, das er hervor rief.</p>
<p>Inzwischen sind Monate vergangen. Der Metalltisch steht nicht mehr vor dem Supermarkt. Der Herbst kommt näher, es gibt keinen Grund mehr für Metalltische, wenn an vier von sieben Tagen keine Sonne mehr da ist. Trotzdem saß er heute dort &#8211; auf einer Bank in der Nähe, weil kein Metalltisch da war. Als ich ihn sah, lächelte ich. Ich hatte ihn vermisst. Er lächelte zurück, sagte Hallo und auf einmal blieb ich stehen. Ich blieb stehen und fragte ihn, wo er gewesen sei. Er lachte und fragte, wieso ich alleine bin. Sonst geh ich immer mit Chris einkaufen. Keiner von uns ging auf die Frage des jeweils anderen ein. Die Antworten waren nicht wichtig. Nicht einmal die Fragen waren es. Es ging nur darum, dass wir einen weiteren Schritt aufeinander zu machten.</p>
<p>Ich frage mich, wer er ist. Aber ich kann geduldig sein, wenn ich weiß, dass ich das Ziel erreichen werde. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich wissen werde, wer er ist. Bis dahin stelle ich mir weiter vor, wer er sein könnte. Inzwischen gibt es so viele Versionen von ihm in meinem Kopf, dass er alles sein könnte.</p>
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