“Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört”

3. Oktober 2011 • Kategorie: Alltag, Papa • Kommentare: 5
“Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört”

Als ich irgendwann meine Teenager-Pubertät überwunden und wieder auf halbwegs normale Bahnen zurückgefunden hatte, gab meine Mama mir ein Buch. Groß und klobig, mit einem dieser marmorierten Einbände, von denen ich irgendwann mal wusste, wie man sie herstellt – heute aber nicht mehr. In dem Buch bin ich. Sie hat alles gesammelt, was mich betraf – vom ersten Tag an, bis zu dem Tag, an dem sie mir das Buch gab. Darin sind Kinderfotos, Glückwunschkarten (ich versteh bis heute nicht, wieso auch Glückwunschkarten von Johannes Rau und Franz Josef Strauß dabei sind), eine Haarlocke von meinem kleineren Ich, ein Lätzchen und ganz vereinzelt zwischen all dem befinden sich kurze Texte von meinem Dad. Nie viel, weil das Buch die Sache meiner Mama war. Mein Dad war so nicht. Ihm gefiel sicher die Idee dahinter, etwas für die Ewigkeit zu konservieren. Die Vergangenheit festzuhalten, um später in ihr blättern zu können. Aber ihm fehlte die Disziplin und Kontinuität meiner Mama. Mama ist so eine, die etwas tut, wenn sie es sich vorgenommen hat. Papa und ich gehören eher zu der Sorte Mensch, die innerhalb von Sekunden ganze Städte aus Glas und Traum errichten, um sie nur einen Atemzug später wieder einstürzen zu lassen, weil wir diesen Schritt nicht gehen, der zwischen Vorstellung und Verwirklichung liegt.

“Für Dich, liebe Hannah, als kleine Erinnerung an Deine ersten Jahre.” steht auf der ersten Seite des Buches in der ordentlichen Schrift meiner Mutter, die sich bis heute kaum verändert hat. Darunter ein Bild von mir, winzig klein in einer weißen Wiege liegend, die auf einer Wiese steht unter einem Busch mit roten Blättern, weil ich ein Herbstkind bin. “Das hübscheste Baby der ganzen Station.”, sagt Mama immer, wenn wir darüber sprechen. Es ist eines dieser Gespräche, das sich in all den Jahren nie geändert hatte.

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Risotto und Aufbruchstimmung

30. September 2011 • Kategorie: Alltag, Papa • Kommentare: 2
Risotto und Aufbruchstimmung

Nur kurze Gedankenfragmente, die durch meinen Kopf spuken, aber zu nichts Festem werden wollen. Mein Dad mochte Risotto. Vor ein paar Wochen kochte ich zum ersten Mal selbst eine Rinderbrühe. Würde er noch leben, könnte ich ihm welche machen. Risotto schmeckt mit selbstgemachter Brühe viel besser. Tatsächlich kommt mir jedes bisherige Risotto verschwendet vor, verglichenWeiterlesen →

In seinen Augen wohnt ein junger Mann

26. September 2011 • Kategorie: Alltag • Kommentare: 2
In seinen Augen wohnt ein junger Mann

Da ist dieser alte Mann. Ich weiß nicht, wie er heißt und ich werde ihm für euch keinen Namen geben, weil ich weiß, dass ich seinen wahren Namen eines Tages herausfinden werde. Der alte Mann hat schütteres hellgraues Haar, wenn die Sonne auf seinen Kopf scheint, ist es fast weiß. Seine Augen sind wässrigblau. Ja,Weiterlesen →


Ich will nach Hause

10. September 2011 • Kategorie: Alltag • Kommentare: 3
Ich will nach Hause

Wird es jetzt Winter? Als ich durch den Morgen laufe und meinen Atem in der Kälte vor mir schweben sehe, ehe ich dagegen laufe und er verschwindet, glaube ich daran. An manchen Tagen ist es egal, wie viel Mühe die erwachten Vögel in ihren Morgenruf stecken. An manchen Tagen hörst du trotzdem nur dieses Klirren,Weiterlesen →


Laura

4. September 2011 • Kategorie: Fotos • Kommentare: 13
Laura

      

iPad von simyo

iPad von simyo

simyo fragte mich, ob ich Lust hätte, für einen Monat ein iPad mit simyo-SIM-Karte zu testen – klar hab ich! Das Paket kam heute an. Die Karte ist freigeschaltet für einen Flat Internet Maximum Tarif der bei simyo nur 14,90€ kostet (wurde übrigens nicht aufgefordert, das hier so explizit zu erwähnen, sondern mach es nur,Weiterlesen →