Stöckchen hießen früher “Diskurs“1 und wurden meist als alternativer Blick auf die Geschichte verstanden, die nun nicht mehr positivistisch-fortschrittsgläubig sein konnte, sondern um gesellschaftliche Denkfiguren herum organisiert wurde. Man fing an, Geschichte nicht als die kontinuierliche Erfolgsgeschichte zu betrachten, die sie nunmal nicht ist, auch wenn sie von uns als solche angesehen wird, denn schließlich wird ja alles schneller, kleiner, höher, weiter und so fort.
In der Blogosphäre jedoch fand das Ganze seinen Siegeszug unter Stöckchen, zum Mitmachen durch Imperativ oder aber zum Mitlesen, inspiriert werden und in der Folge einen Beitrag darüber zu schreiben, ergo … einfach nur Mitmachen halt. Hier geht es natürlich nicht um den gesellschaftlichen Fortschritt, der thematisiert wird, aber hier erkennt man ganz gut, was die derzeitigen “Trending Topics” sind, um mal Twitter-Fachjargon zu benutzen. Wer wissen will, was die Jugendlichen, Schüler und Studenten so denken, wirft einfach einen Blick in ihre Blogs und erkennt darin die großen (Frage)Zeichen der Zeit.