Manchmal ergeben sich aus ganz alltäglichen Gesprächen ganz schockierende Details. Als ich mich gerade mit Chris unterhielt, erinnerte ich mich auf einmal daran, dass es früher zu Sankt Martin immer zum Gribschen ging. Klein, meistens im Regen, watschelte man durch die tiefste Nacht (naja, durch den beginnenden Abend), trug stolz seine selbstgebastelte Laterne vor sich her, klingelte an jeder noch so versteckten Tür solange, bis jemand öffnete, sang ein schief gekrächztes Liedchen und .. bekam Süßigkeiten.
(Via)
Ärgerlich waren die Öko-Häuser, die dann im nächsten Jahr schmählich ignoriert wurden, weil die es tatsächlich wagten, Sachen wie Zahnpastakaugummis oder Äpfel in den Sack zu werfen, den man von zuhause mitgenommen hatte – natürlich immer den größten, den man finden und tragen konnte. Heiß begehrt waren hingegen die Leute, die Markenprodukte spendeten: Kinderschokolade, Lion, Popcorn, Gummibärchen und diese elenden Gummiteile, die einem fast die Zähne rausreißen, wenn man drauf beißt und erst verschwinden, wenn man sie matschig gesabbert hat.
