Der Regen fällt so stetig vom Himmel, dass bei geöffneten Fenstern nur ein eintöniges Rauschen zu hören ist, während ich in meinen Büchern blättere. Ich mag den Klang, den die Seite macht, wenn sie leise raschelnd umfällt und der nächsten weicht.
In den letzten Tagen und Wochen habe ich es genossen, mit dem iPhone zu lesen, doch selbst die von so vielen geliebte Appletechnik kann das Geräusch nicht perfekt nachahmen. Das Blättern im iPhone klingt zu hart, zu abgehackt und nicht nach Papier, sondern nach knitternder Pappe. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich meine Meinung geändert habe – ein wenig. Immer war ich diejenige, die entnervt aufstöhnte, sobald jemand ein eBook erwähnte. Ich wurde es nicht müde, zu betonen, dass diese „Bücher“ niemals mit den echten mithalten können, aber seitdem ich das iPhone habe, stelle ich fest: Natürlich kann ein eBook nie mit einem echten mithalten, aber .. das ist auch gar nicht das Ziel. Es geht nicht darum, echte Bücher zu ersetzen, weil das niemals möglich sein wird. Aber das Lesen per iPhone (oder meinetwegen iPad, Kindle etc.) hat etwas für sich.
