Gerade schrieb ich noch an der Kritik bezüglich des Hörsturz Projektes, als ich über eine Seite stolperte: Diese hier. Der Beitrag zeigt uns folgendes Bild (ich hoffe, ich darf das überhaupt hier verlinken Oo):
Möge Gott uns das erhalten, was die Tapferen erfochten.
klar, da steckt auch Leiden drin, aber das erfochtende hat man dann irgendwie auch geklaut und gestohlen, finde ich.
(Via)
Ich weiß natürlich, dass es bei dem Spruch um die Reichgründung in den 1870er ging, dass es mit den angreifenden Franzosen zu tun hat, die versuchten, Deutschland hinter den Rhein zurück zu drängen usw. Geschichtsgewäsch halt. Aber mir geht es hier gar nicht so sehr um die Geschichte, die ja ohnehin nur die subjektive Wiedergabe von irgendwelchen angeblich unanfechtbaren politischen Hintergründen ist und keine neutrale Wahrheit darstellt. Nein, mir geht es um den Satz, dass sich “etwas Erfochtenes” anhört, als hätte man etwas gestohlen/geklaut etc. Dem kann ich absolut nicht beipflichten – im Gegenteil. Ich finde, dass etwas, was ich mir erkämpft habe, ungleich mehr wert ist als etwas, das mir kwasi “einfach in den Schoß gefallen” ist. Natürlich gehört, wie der Schreiber sagt, auch viel Leid dazu, aber dieses Leid bezieht sich in erster Linie auf mich: Ich leide, um etwas zu erreichen.