Irgendwie habe ich nichts zu sagen. Im Sinne von: Mir fehlen die Worte.
Gestern schrieb ich diese Hausarbeit zu Ende über den Wandel der Schriftlichkeit und ich glaube, ich laberte eigentlich hauptsächlich nur rum. Ich schmiss mit großen Namen wie Luhmann, Esposito und Assmann um mich, während ich irgendwas von irgendwas erzählte und die Arbeit abschickte, ehe ich noch einmal darüber nachdenken konnte. Aber das Gefühl, nicht wirklich was erarbeitet zu haben, habe ich eigentlich immer. Besonders dann, wenn die Arbeit eigentlich hauptsächlich darin bestand, Sätze anderer zu paraphrasieren.
Mechanisch schrieb ich dann noch eine Zusammenfassung von zwei Buchkapiteln runter – ja, solche Aufgaben werden an der Universität tatsächlich durchaus noch verteilt – und irgendwie ist kaum was hängen geblieben, obwohl das Thema gar nicht mal so uninteressant war. Islam in den Klassenzimmern. Irgendwann ging es um das leidige Thema, ob man Kopftücher im Unterricht erlauben sollte oder nicht und ich wollte das Buch am liebsten an die Wand schmeißen. Es gibt einfach Dinge, die man nicht diskutieren kann, wenn man aus zwei verschiedenen Welten kommt und ganz gleich, ob ich nun sage „Ja, Religion gehört nicht ins Klassenzimmer.“, „Nein, jeder soll tragen, was er will.“ oder „Die armen Mädchen, die wollen das bestimmt gar nicht.“ – Es wäre doch eh alles für irgendjemanden falsch.