An manchen Tagen gestaltet sich das Aufstehen noch schwieriger, als an anderen Tagen. Heute zum Beispiel. Ich wurde geweckt. Ich finde geweckt werden ist immer so eine Sache. Eigentlich nichts tragisches, aber seien wir mal ehrlich: Wenn man geweckt wird, ist man danach nicht halb so ausgeschlafen, wie wenn man zur gleichen Zeit von alleine aufgewacht wäre, nicht wahr?
Dann ist mein Bett auch noch so ungemein klammernd gewesen. Klammern in Beziehungen ist ja was ganz fürchterbares und mein Bett ist definitiv ein Klammerer. Das pinke Laken ist übrigens – ganz weihnachtlich – einem Bourdeaux-Roten gewichen, fesselt mich jedoch genau wie sein pinker Bruder ans Bett. Das ist nämlich so: Während in meinem Bett wundervoll warme Temperaturen herrschen, die vorallem durch meine geliebte Daunendecke unterstützt werden, ist alles außerhalb eiskalt. Besonders dumm von mir war es, über Nacht das Fenster im Wohnzimmer offen zu lassen. Man würde ja meinen, dass die Kälte es nicht schafft, sich durch den warmen Flur ins warme Schlafzimmer zu schleichen und dann – noch immer eisig – bei mir anzukommen, aber .. sie hat es geschafft. Ich zog also die Decke bis zum Kinn hoch – zum Glück bin ich kleiner als die Decke, sodass meine Füßchen immernoch bedeckt waren – und überlegte, wie ich das Problem lösen könnte, ohne dabei zu erfrieren. Naja, ich sage, ich “überlegte”, aber seien wir doch mal ehrlich: Wer kann schon 2 Minuten nach dem Erwachen von “überlegen” sprechen? Meine Mama vielleicht, die immer sofort wieder voll da zu sein scheint – ich aber nicht.
