Es war einmal ein riesiger Sendemast, der UKW- und Fernsehprogramme übertragen hat. Klingt wie ein schöner Anfang, ist aber inhaltlich aufgrund des Tempus schon falsch: Der Sendemast steht nämlich noch immer und vermutlich überträgt er auch noch immer. Aber lasst mich von Vorne anfangen.
1996 wurde in dem Dorf Krynice bei Białystok 1 der Sendemast Krynice gebaut. Ganz kreativ waren die Erbauer, als sie das Ding nach dem Dorf benannten. Das ist wie mit dem schiefen Turm von Pisa – die Kreativität erschlägt einen förmlich. Der Mast ist 331 Meter hoch und hätte ich auch nur ein minimales Größen- und Höhenverständnis plus die nötigen Kenntnisse bezüglich Sendemasten, könnte ich euch nun sagen, ob das besonders hoch, besonders unhoch oder besonders mittelig ist. Da mir das alles aber fehlt, bleibt mir nur, euch zu sagen, dass das Ding 331 Meter hoch ist. Wikipedia sagt dazu, dass der Mast das siebthöchste Bauwerk Polens ist. Hier stehe ich aber schon wieder vor einem Problem, denn: Woher soll ich wissen, wie hoch Polens Bauwerke sind. Und wie soll ich – ohne dieses Wissen – diesen Wert mit den Werten anderer Länder vergleichen. Wie Kevin sagen würde: Das geht doch gar nicht! Für die, die die Szene nicht vor Augen haben: Kevin wurde Zuhause vergessen, geht einkaufen, die Verkäuferin fragt – wie Verkäuferinnen bzw. Frauen gegenüber herrenlosen Kindern nun mal so sind – wo denn seine Eltern sind und Kevin erklärt ganz entrüstet, dass er nicht allein einkauft. Das geht doch gar nicht. Ich sehs richtig vor mir, wie der kleine Scheißer das sagt, aber lassen wir das. Fällt mir vermutlich nur ein, weil der Film erst vor Kurzem kam und Gott, ich konnte nicht widerstehen, ich musste ihn mir einfach antun.